So planst du deine Kanu-Tour richtig: 8 wertvolle Tipps

Photo by McKayla Crump on Unsplash

Eine Kanu-Tour ist ein kleines Abenteuer, das dich aus dem Alltag holt und je nach Route auch neue Erfahrungen offenbart. Umso abenteuerlicher die geplante Kanu-Expedition ist, desto wichtiger ist die genaue Planung dieser, damit du auch wirklich die Natur genießen kannst und bestens auf ungewohnte Herausforderungen eingestellt bist. Willst du in der Ferne paddeln, eine Kanu-Tour in einem fremden Land in einem dir unbekannten Terrain unternehmen? Planst du einen Kanu-Urlaub mit der Familie oder Freunden? Diese 8 wertvollen Tipps können dir helfen, eine gelungene Kanu-Tour zu organisieren.

  1. Plane deine Kanu-Tour
  2. Kanu-Wandern in der Gruppe – achte auf deine Begleiter
  3. Überprüfe Versicherungen, Impfvorschriften und Einreisebestimmungen
  4. Welche Ausrüstung brauche ich für eine Kanu-Tour?
  5. Mache eine Testfahrt
  6. Plane die An- und Abreise
  7. Darauf solltest du während der Kanu-Tour achten
  8. Schätze das Sicherheitsrisiko richtig ein

1. Plane deine Kanu-Tour und schützte dich vor unangenehmen Überraschungen

Es mag vielleicht  auf den ersten Blick sehr aufwendig erscheinen, doch eine ausführliche Recherche über das Expeditionsziel ist unabdingbar für das Gelingen einer Kanu-Tour. Folgende Fragen sollten vor der genauen Planung beantwortet werden, um die Reise perfekt an die eigenen Bedürfnisse sowie die der Mitfahrer anzupassen:

  • Was ist das für ein Gewässer auf dem ich paddeln will (z.B. Meer vs. See)?
  • Welche lokalen Besonderheiten gibt es (z.B. Strömungen, Wehre oder Steilküste)
  • Wie viele Tage werde ich auf meinem Kanu-Wander Ausflug unterwegs sein?
  • Wie viele Kilometer will ich pro Tag zurücklegen?
  • Benötige ich Navigation, wie Landkarten oder gar ein GPS?

Wenn du zum Beispiel mit Kindern paddeln gehen willst, musst du die Länge der Kanu-Tour anders gestalten und mehr Zeit zum Spielen etc. mit einberechnen. Auch eine ehrliche Analyse der eigenen physischen Fähigkeiten gehört zur Tourplanung dazu. Es ist zudem wichtig, dass du grundlegend immer einen Zeitpuffer mit einplanst, denn es kann immer mal etwas schiefgehen oder ein plötzlicher Wetterumschwung führt zu einer Zwangspause.  Bei der Recherche zur eigentlichen Kanu-Tour solltest du dich auf die folgenden drei Punkte konzentrieren: lokale Besonderheiten des Gewässers in dem du deine Kanu-Tour unternehmen willst, wie ist die Gefahrensituation bei Gewitter und welche Gefahren erwarten dich in der Flora und Fauna sowie die Frage, inwiefern die Kanu-Tour ausgezeichnet ist oder du dich selbst durch die Gewässer navigieren musst.

2. Kanu-Wandern in der Gruppe – achte auf deine Begleiter

Wenn du alleine auf eine Kanu-Tour gehst, kannst du dich in Planung ganz auf deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse konzentrieren. Das sieht jedoch ganz anders aus, wenn du mit Begleitern Kanu fahren gehen willst. Gerade bei Kanuausflügen mit Kindern musst du genau darauf achten, dass die Kleinen nicht überfordert werden. Wenn du mit Freunden auf Tour bist, geht es vor allem um Teamarbeit und einen guten Ausgleich. So kannst du zum Beispiel darauf achten, dass die erfahrenen Kanufahrer mit den Anfängern in einem Kanu fahren, um so einen Ausgleich zu schaffen und gemeinsam gut zum Ziel zu kommen. Bei einer Gruppe kommt es natürlich auch darauf an, wie die einzelnen Mitglieder miteinander agieren, manch einer kann mit einer Person besser zusammenarbeiten als mit einer anderen. Eine ehrliche Analyse der eigenen Fähigkeiten und Ausdauer aller Gruppenmitglieder sind eine gute Grundlage für das Gelingen einer gemeinsamen Kanu-Tour.

3. Überprüfe Versicherungen, Impfvorschriften und Einreisebestimmungen

Insbesondere bei einer Aktiv-Reise, wie Kanu-Wandern im Ausland, ist eine Auslandskrankenversicherung absolut empfehlenswert. Neben der Planung deiner Tour solltest du deinen aktuellen Versicherungsstatus überprüfen und gegebenenfalls eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Einige Anbieter geben auch die Möglichkeit, gleich ein Auslandsversicherungspaket für die gesamte Familie zu ordern. Des Weiteren solltest du frühzeitig überprüfen, ob für dein gewähltes Ziel ein bestimmter Impfschutz empfohlen wird. Hast du diesen nicht, solltest du ihn möglichst frühzeitig nachholen. Wichtig ist zudem die Information, welche Einreisebestimmungen in das Zielland herrschen. Eine gute Übersicht diesbezüglich gibt es auf der Seite des auswärtigen Amtes und bei der Botschaft der Destination. 

4. Welche Ausrüstung brauche ich für eine Kanu-Tour?

Natürlich bringt dich eine gute und durchaus kostspielige Ausrüstung nicht automatisch ans Ziel, sie kann dir aber auf dem Weg dahin sehr hilfreich sein und auf sehr anspruchsvollen Expeditionen sogar dein Überleben garantieren. Deine Ausrüstung solltest du stets auf die geplante Tour anpassen, denn zu viel Gepäck sorgt auch für unnötigen Ballast. Grundlegende Ausrüstungsgegenstände neben dem eigentlichen Kanu sowie Paddel ist unter anderem eine gute Kanu-Bekleidung, Kanu-Sicherheits-Equipment, eine Camping-Ausrüstung, Wechselkleidung für den Landgang, ein Mobiltelefon mit GPS, Wasserkarten, Akkus, ein Medizin-Paket inklusive Sonnencreme und Insektenschutz, ein Notfallsender mit GPS für Hilferufe, ausreichend Proviant, kleine hilfreiche Tools wie ein Taschenmesser und eine Kopflampe, Nähzeug und Tape für Notreparaturen, wasserdichte Packsäcke und Tonnen für den trockenen Transport deiner Ausrüstung sowie gegebenenfalls Wasserfilter, damit du Wasser zu Trinkwasser aufbereiten kannst. Wenn du in der Gruppe unterwegs bist, könnt ihr einige der Ausrüstungsgegenstände auf die einzelnen Kanus aufteilen und könnt darauf achten, dass ihr nicht alles doppelt und dreifach mitschleppt.

5. Mache eine Testfahrt

Egal ob du die Ausrüstung neu erworben hast oder diese schon einmal verwendet wurde, ein Test vor deiner Abfahrt schützt dich vor bösen Überraschungen beim Kanu-Wandern. Zum einen kannst du so sehen, inwiefern du mit deiner Ausrüstung zurechtkommst, zum anderen zeigt sich, ob eventuell noch etwas fehlt und nachgerüstet werden muss. Du solltest nicht darauf vertrauen, dass am Expeditionsort alles nachgekauft werden kann und vor allem nicht genau in der Form und Weise, wie du es dir wünschst. Auf ein paar Übungstouren auf einem See oder Fluss in deiner Nähe mit vollständiger Ausrüstung kannst du nicht nur sehen, wie sich deine Ausrüstung verhält und ob du damit zufrieden bist, du bekommst gleichzeitig ein gutes Vorbereitungstraining und einen guten Eindruck über deine physische Verfassung.

6. Plane die An- und Abreise

Wer zu einer Kanu-Tour aufbricht, reist meist mit viel Gepäck. Auch hier kann es sich auszahlen, wenn du dich zeitnah mit dem Thema der An- und Abreise beschäftigst. Erreichst du das Ziel mit dem Flieger? Oder willst du mit dem Auto zum Expeditionsstartpunkt aufbrechen? Wie viel Gepäck wirst du haben? Bei Flugreisen ist es möglich das Kajak als Sportgepäck aufzugeben. Informiere dich am besten frühzeitig bei der Airline, welche Bestimmungen es bezüglich des Sportgepäcks gibt und wie teuer dies wird, denn diese können von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft variieren. Eine gute Informationsquelle sind auch Reisebüros, die sich auf Kanu-Touren spezialisiert haben. Bei diesen Reiseanbietern erhältst du nicht nur zahlreiche tolle Tipps bezüglich der Reiseplanung, sondern kannst meist auch direkt den Flug über das Büro buchen. Bei der Anreise mit dem Auto oder kleinem Bus lohnt sich ebenfalls eine genaue Planung bezüglich der An- und Abreise. Was muss alles in das Auto passen und wie packe ich alles am besten in das Auto? Hier kannst du das Auto, einmal im Vorfeld probeweise packen. So kannst du am besten sehen, was du wohin packen solltest und ob der Platz überhaupt ausreichend ist. Das gibt dir genügend Zeit, gegebenenfalls dich nach einer Alternative umzuschauen und die An- und Abreise anders zu planen. 

7. Darauf solltest du während der Kanu-Tour achten

Auf einer Kanu-Tour bist du stets der Natur  und dem Wetter ausgesetzt. So kann es durchaus wichtig sein, die aktuelle Wetterlage zu kennen. Dies betrifft auch die Vorhersagen bezüglich Wellen und der Tiden. In einigen Regionen hast du vielleicht kein Netz und kannst die aktuelle Wetterlage nicht überprüfen. Hier zeigt sich eine gute Vorbereitung. Am besten ist es, wenn du nicht nur darauf vertraust, vor Ort immer alle aktuellen Informationen zu erhalten, sondern dich vor der Tour schon gründlich über das Wetter und lokale Wetterphänomene informierst, um vorbereitet zu sein. Wenn du zum Beispiel beim Kanu-Wandern in den Tropen auf bist und in genau dieser Jahreszeit so gut wie jeden Tag am Nachmittag kurze, aber heftige Monsumregenschauer auftreten, ist diese Information wichtig, damit du weißt, dass du am Nachmittag einen Schutz suchen musst.

8. Schätze das Sicherheitsrisiko richtig ein

Trotz aller Planung und Vorbereitung kann man oft gar nicht so blöd denken, wie es dann wirklich kommt. Da ist ein Paddelbruch oder Verletzungen beim Wildwasserpaddeln noch das naheliegendste. Aber was ist mit Streit in der Paddelgruppe, Handy im Wasser oder einer schweren Zerrung beim Einsetzen des Kajaks ins Wasser. Bevor du zu einer Kanu-Tour aufbrichst, solltest du das Risiko abwägen. Das ganze Gerede von Risiko soll dir nicht den Spaß beim Kanu-Wandern verderben, aber wenn du dir vorab Gedanken machst, startest du entspannter in die Tour.

Kurz: Planung ist alles! Diese 8 Tipps könnt ihr als Checkliste nutzen, sodass ihr für eure nächste Kanu-Tour im Kajak, Canadier oder Surfski gut gewappnet seid.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.