Medaillen-Regen in Portugal: Das deutsche Team triumphiert bei der Kanu-Rennsport EM
Was für ein packendes Rennwochenende im portugiesischen Montemor-o-Velho! Unsere deutschen Kanu-Rennsport-Asse haben bei den Europameisterschaften bewiesen, dass sie selbst aus dem vollen Training heraus zur absoluten Weltspitze gehören. Mit einer Ausbeute von dreimal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze im Gepäck zeigt die Formkurve steil nach oben in Richtung des nächsten Weltcups in Montreal.
Der Samstag: Ein wahrer Hundertstel-Krimi auf dem Wasser
Schon der erste Finaltag hatte es in sich. Dass die Leistungsdichte im internationalen Kanu-Rennsport enorm hoch ist, wissen wir – doch das Finale der Herren im K4 über 500 Meter setzte neue Maßstäbe.
Gerade einmal 0,13 Sekunden trennten die ersten vier Boote im Ziel! In dieser hauchdünnen Entscheidung sicherte sich das deutsche Quartett (Max Rendschmidt, Max Lemke, Jacob Schopf und Tom Liebscher-Lucz) die Silbermedaille, die es sich mit den spanischen Dauerrivalen teilte. Ungarn schnappte sich mit minimalem Vorsprung Gold.
Und du dachtest, knapper geht es nicht? Falsch gedacht! Fast genauso eng war es für den Mixed-C4 im Canadier. Das Quartett, bestehend aus Moritz Adam, Tim Hecker, Maike Jakob und Hedi Kliemke, lieferte eine absolut fantastische Leistung ab. Am Ende fehlten winzige sechs Hundertstelsekunden zu Gold! Die Silbermedaille für dieses Team ist ein absoluter Beweis für ihre starke Nerven und perfekte Synchronität.
Auch in den Einzeldisziplinen und im Parakanu gab es Grund zum Feiern:
- Jacob Schopf zeigte seine Extraklasse und holte im K1 über 500 Meter ein starkes Resultat (Bronze laut finaler Medaillenbilanz, nach einem extrem engen Kampf um die Spitze).
- David Bauschke ruderte im C1 über 1000 Meter mit einer persönlichen Bestzeit auf den 5. Platz.
- Moritz Berthold belohnte sich im Para-Kanu nach hartem Training mit der Bronzemedaille in der VL1-Klasse über 200 Meter.
Der goldene Sonntag: Dominanz in den Zweier- und Einer-Booten
Der abschließende Sonntag entwickelte sich zu einer echten Machtdemonstration des Deutschen Kanu-Verbandes. Gleich drei Europameistertitel gingen nach Deutschland.

Besonders beeindruckend präsentierte sich Pauline Jagsch. Sie krönte sich nicht nur zusammen mit Paulina Paszek im K2 über 500 Meter zur Europameisterin, sondern dominierte auch den olympischen K1 über dieselbe Distanz mit satten 0,8 Sekunden Vorsprung. Das Duo Paszek/Jagsch bleibt damit in dieser Saison ungeschlagen!
Auch die amtierenden Olympiasieger Jacob Schopf und Max Lemke ließen im K2 der Herren über 500 Meter nichts anbrennen. Nach einer taktischen Videoanalyse des Vorlaufs setzten sie die Änderungen perfekt um und verteidigten ihren EM-Titel aus dem Vorjahr souverän mit fast einer Sekunde Vorsprung.
Die offizielle deutsche Medaillenbilanz im Überblick
| Disziplin / Boot | Athleten | Platzierung / Medaille |
| K2 Herren 500 Meter | Jacob Schopf / Max Lemke | Gold 🥇 |
| K2 Damen 500 Meter | Paulina Paszek / Pauline Jagsch | Gold 🥇 |
| K1 Damen 500 Meter | Pauline Jagsch | Gold 🥇 |
| K4 Herren 500 Meter | M. Rendschmidt / M. Lemke / J. Schopf / T. Liebscher-Lucz | Silber 🥈 |
| C4 Mixed 500 Meter | Moritz Adam / Tim Hecker / Maike Jakob / Hedi Kliemke | Silber 🥈 |
| K1 Herren 500 Meter | Jacob Schopf | Bronze 🥉 |
| C1 Damen 5000 Meter | Carlotta Loske | Bronze 🥉 |
| VL1 Herren 200 Meter (Para) | Moritz Berthold | Bronze 🥉 |
5 wichtige Erkenntnisse aus Montemor-o-Velho (Listicle)
- Die Basis stimmt: Das Team ist die EM voll aus dem Training heraus gefahren – die Athleten sind also fit und haben noch Luft nach oben.
- Pauline Jagsch ist in Topform: Ihre Konstanz und ihr Speed im K1 und K2 machen sie aktuell zu einer der stärksten Paddlerinnen Europas.
- Der K2 der Herren bleibt das Boot, das es zu schlagen gilt: Schopf und Lemke setzen taktische Vorgaben des Bundestrainers Arndt Hanisch in Rekordzeit um.
- Hunderstelsekunden entscheiden über Gold: Die europäische Spitze im K4 der Herren ist so eng zusammengerückt wie selten zuvor.
- Starke Entwicklung im Nachwuchs- und Parakanu-Bereich: Bestzeiten von David Bauschke und die Bronzemedaille von Moritz Berthold zeigen die tolle Breite im Kader.
Welches nächste große Event steht für die Nationalmannschaft an? Nach den erfolgreichen Europameisterschaften reist das deutsche Team mit viel Rückenwind zum Weltcup nach Montreal.
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