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Kaufberatung

Paddelpfötchen: zwölf Modelle, und warum die Stulpe entscheidet

Paddelpfötchen bleiben am Schaft, die Hand greift das Paddel direkt, und genau deshalb fühlen sie sich anders an als jeder Handschuh. Finde heraus, ob du die lange oder die kurze Stulpe brauchst.

  • Zwölf Modelle von 22 bis 64 Euro, alle bei unseren Partnershops geprüft
  • Lange Stulpe wärmt das Handgelenk, kurze lässt schneller wieder hinein
  • Die Hand bleibt nackt: außerhalb des Bootes schützt kein Pfötchen

3 Modelle vergleichen

Vier Paddelpfötchen nebeneinander: Hiko Race aus Nylon, Palm Neopren mit langer Stulpe, Palm Descent mit kurzer Stulpe und NRS Clutch

Inhaltsverzeichnis 14 Abschnitte

  • Palm Paddelpfötchen, Hiko Paddelpfötchen und NRS Clutch Pogies im Vergleich
  • Passendes Zubehör
  • Was Paddelpfötchen sind, und was sie nicht können
  • Die Stulpe entscheidet: lang oder kurz
  • Nylon, drei oder vier Millimeter
  • Alle Paddelpfötchen bei unseren Partnershops
  • Pfötchen, Handschuhe oder Fäustlinge
  • Am Stechpaddel: was im Kanadier funktioniert
  • Größen: warum fast alles Onesize ist
  • Die Befestigung am Schaft und ihre Schwachstelle
  • Pflege: weniger Arbeit als bei Handschuhen
  • Was wir empfehlen würden
  • Häufige Fragen zu Paddelpfötchen
  • Wie geht es weiter?

Palm Paddelpfötchen, Hiko Paddelpfötchen und NRS Clutch Pogies im Vergleich

Dieselben Merkmale nebeneinander, aus denselben Quellen wie die Einzelseiten. Die Preise sind der jeweils günstigste Shop aus unserem täglichen Abgleich. Ein leeres Feld heisst, dass dazu gerade kein geprüfter Preis vorliegt, nicht dass das Produkt nichts kostet.

Palm Paddelpfötchen, Hiko Paddelpfötchen und NRS Clutch Pogies im Vergleich
Merkmal Palm Paddelpfötchen Paddelpfötchen Hiko Paddelpfötchen Paddelpfötchen NRS Clutch Pogies Paddelpfötchen
Preis 42,00 € günstigster von 2 Shops: Denk Outdoor Neopren-Pogies mit langer Stulpe. Current 44 €, Descent 54 € 22,00 € bei Denk Outdoor Race aus Nylon, Größe L/XL. S/M kostet dasselbe, die Plugs 4.0 53,11 € 64,00 € günstigster von 2 Shops: Denk Outdoor Onesize, Lieferung als Paar
Bauart Paddelpfötchen, am Schaft befestigt Paddelpfötchen, am Schaft befestigt Paddelpfötchen, am Schaft befestigt
Gewicht 185 g (Current), 200 g (Neopren), 214 g (Descent) 50 g (Race) und 200 g (Plugs 4.0), jeweils das Paar in L/XL k. A.
Innenfutter Fleece (Current), thermischer Liner (Descent), keines (Neopren-Pogies) k. A. Graphen-Futter, leicht und schnelltrocknend
Nähte verklebt und blindgestichen bei den Neoprenmodellen k. A. Flatlock
Handgelenkabschluss Gummizug (Current), Stulpe ohne Bündchen (Neopren, Descent) verstärkter Bereich (Race) oder Neoprenmanschette (Plugs 4.0) innenliegendes, eng anliegendes Bündchen
Befestigung Klettverschluss am Schaft, bei allen drei Klettverschluss am Paddelschaft, bei beiden Klettverschluss am Paddelschaft
Einstiegshilfe Anzieh-Lasche, bei allen drei verstärkter Handgelenksbereich (Race), Anziehschlaufe (Plugs 4.0) kurze Stulpe mit Zuglasche
Paarhalter Druckknöpfe bei Neopren-Pogies und Descent Druckknopf an der Anziehschlaufe, nur bei den Plugs 4.0 k. A.
Sichtbarkeit Reflektoren, bei allen drei k. A. reflektierendes Logo
Größen Onesize S/M und L/XL, bei beiden Onesize
Zur Seite Palm Paddelpfötchen ansehen Hiko Paddelpfötchen ansehen NRS Clutch Pogies ansehen

k. A. heisst: Zu diesem Merkmal liegt uns für das Produkt keine Angabe vor. Es heisst nicht, dass das Produkt die Eigenschaft nicht hat.

Passendes Zubehör

Das brauchst du zusätzlich

Ohne diese Teile kommst du nicht aufs Wasser. Sie gehören nicht zum Lieferumfang.

Dünne Handschuhe fürs Umtragen

Das Pfötchen bleibt am Paddel. Beim Aussteigen, Umtragen und Hantieren am Boot sind die Hände nackt.

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Sinnvoll, aber nicht nötig

Das hier macht die Sache leichter. Losfahren kannst du auch ohne.

Neoprenhaube

Hände und Kopf kühlen zuerst aus. Wer Pfötchen braucht, braucht in aller Regel auch die Haube.

Denk Outdoor Prijon Neoprenhaube Microfleece 19,00 €
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Paddeljacke

Das Pfötchen endet am Handgelenk. Ohne Manschette darüber läuft Wasser am Arm entlang genau dort hinein.

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Neoprenpflege

Salz, Sonne und Waschmittelreste machen Neopren hart. Ein Spezialshampoo kostet weniger als ein neues Paar.

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Was Paddelpfötchen sind, und was sie nicht können

Ein Paddelpfötchen ist eine Tasche aus Neopren oder Nylon, die mit Klett am Paddelschaft befestigt wird. Die Hand fährt von der Seite hinein und greift den Schaft darin mit bloßer Haut. Nichts liegt zwischen Finger und Paddel.

Genau das ist der Unterschied zum Handschuh. Durch Neopren hindurch greift man unwillkürlich fester zu, weil die Rückmeldung fehlt, und nach einer Stunde sitzt der Krampf im Unterarm. Mit Pfötchen bleibt der Griff so locker wie im Sommer.

Der Preis dafür ist ebenso eindeutig. Sobald die Hand das Paddel verlässt, ist sie ungeschützt. Beim Umtragen, beim Anlanden, beim Öffnen der Spritzdecke, beim Festmachen. Wer viel aussteigt, braucht zusätzlich ein dünnes Paar Handschuhe.

Dazu kommt ein Gewöhnungseffekt, über den selten jemand spricht: Nach einer Stütze oder einer Rolle muss die Hand blind wieder hineinfinden. Das geht nach ein paar Fahrten von allein, fühlt sich am ersten Tag aber ungewohnt an. Modelle mit Anzieh-Lasche und kurzer Stulpe machen es leichter.

  • Vorteil direkter Griff am Schaft, kein Krampf im Unterarm
  • Vorteil keine Größenprobleme an den Fingern, fast alle sind Onesize
  • Vorteil lassen sich im Sitzen an- und ausziehen, ohne das Paddel abzulegen
  • Nachteil die Hand ist außerhalb des Bootes völlig ungeschützt
  • Nachteil nach einer Stütze muss man blind wieder hineinfinden
  • Nachteil am Stechpaddel nur begrenzt nutzbar, dazu weiter unten mehr

Die Stulpe entscheidet: lang oder kurz

Wenn man die zwölf Modelle nebeneinanderlegt, fällt zuerst das Material auf. Für den Einsatz ist aber etwas anderes wichtiger: wie weit die Öffnung den Unterarm hinaufreicht.

Lange Stulpe. Sie umschließt das Handgelenk und ein Stück Unterarm. Dort liegen die Blutgefäße dicht unter der Haut, und wer sie warm hält, hält die Finger länger warm. Palm schreibt zu den Neopren-Pogies, die „extra langen Armstulpen“ wärmten „auch das Handgelenk zuverlässig“. Der Einstieg ist dafür weit und braucht einen Moment.

Kurze Stulpe. Sie endet an der Hand. Palm beschreibt bei den Descent, der „kurze Stulpen ermöglicht ein sehr schnelles Aus- und Einschlüpfen“. Genau das zählt, wo die Hand das Paddel häufig kurz verlässt: beim Stützen, beim Rollen, beim Greifen nach der Leine.

Es gibt keine Bauart, die beides kann. Wer überwiegend auf ruhigem Wasser lange Strecken paddelt, nimmt die lange. Wer im Wildwasser unterwegs ist, die kurze.

Ein dritter Weg ist das Innenbündchen: eine zusätzliche Manschette innen, die verhindert, dass Wasser in die Tasche läuft, ohne die Stulpe zu verlängern. Im Feld haben das nur die NRS Clutch und die °hf Ice Breakerz.

  • Lange Stulpe Seekajak, Touren, kaltes Wetter ohne viel Spritzwasser
  • Lange Stulpe wer generell zu kalten Fingern neigt
  • Kurze Stulpe Wildwasser, Freestyle, alles mit Stützen und Rollen
  • Innenbündchen wenn Wasser von oben in die Tasche läuft
  • Mit Gummizug der Kompromiss, den unter anderem die Palm Current Mitts fahren

Nylon, drei oder vier Millimeter

Beim Material zerfällt das Feld in drei Gruppen, und die Wahl hängt weniger vom Geldbeutel ab als davon, ob du mit nassen Händen rechnest.

Nylon mit Futter. Winddicht, leicht, angenehm zu tragen, solange es trocken bleibt. Die Hiko Race wiegen nur 50 Gramm das Paar und sind mit 22,00 Euro das günstigste Modell. Die Palm Current Mitts haben zusätzlich ein Fleecefutter. Wird Nylon nass, wärmt es kaum noch.

Drei Millimeter Neopren. Der Standard im Feld. Wärmt über eine dünne Wasserschicht an der Haut, funktioniert also nass genauso wie trocken, und bleibt dabei beweglich genug für schnelles Hineinfinden. So arbeiten die Palm Neopren-Pogies, die Palm Descent und die NRS Clutch.

Vier Millimeter Neopren. Spürbar wärmer, spürbar steifer, trocknet langsamer. Für lange Fahrten bei Frost die richtige Wahl. Im Handel sind das die °hf Ice Breakerz für 28,00 Euro, die Prijon Paddelpfötchen für 29,90 Euro und die Hiko Plugs 4.0 für 53,11 Euro.

Auffällig daran: Die zwei günstigsten Neoprenmodelle im ganzen Feld haben die dickste Wand. Vier Millimeter sind billiger herzustellen als drei Millimeter mit Futter, Bündchen und blindgestichenen Nähten.

Kein Hersteller nennt einen Temperaturbereich. Millimeterangaben sind deshalb die einzige vergleichbare Zahl, die es in dieser Warengruppe gibt.

Alle Paddelpfötchen bei unseren Partnershops

Zwölf Modelle von sieben Marken, geprüft am 20. September 2026. Die Preise stammen aus den Feeds von Denk Outdoor und Globetrotter sowie aus der Schnittstelle von Sport Schröer.

  • Hiko Race Nylon, 50 g, kurze Stulpe, 22,00 € bei Denk Outdoor
  • S-Line Pogies Nylon Nylon, kurze Stulpe, 24,95 € bei Sport Schröer
  • °hf Ice Breakerz 4 mm Neopren mit Innenbündchen, 28,00 € bei Denk Outdoor, 28,80 € bei Sport Schröer
  • Prijon Paddelpfötchen 4 mm Neopren, kurzer Schaft, 29,90 € bei Denk Outdoor
  • S-Line Pogies Kids Neopren, Kindergröße, 29,95 € bei Sport Schröer
  • S-Line Pogies Neopren Neopren, kurze Stulpe, 32,95 € bei Sport Schröer
  • Level Six Canoe/SUP Neopren, fürs Stechpaddel, 35,00 € bei Sport Schröer
  • Palm Neopren-Pogies 3 mm, 200 g, lange Stulpe, 42,00 € bei Denk Outdoor
  • Palm Current Mitts Nylon 200D mit Fleecefutter, 185 g, 44,00 € bei Denk Outdoor, 49,50 € bei Sport Schröer
  • Hiko Plugs 4.0: 4 mm Neopren, 200 g, Manschette, 53,11 € bei Denk Outdoor
  • Palm Descent 3 mm, 214 g, kurze Stulpe, 54,00 € bei Denk Outdoor, 59,97 € bei Sport Schröer
  • NRS Clutch 3 mm mit Titanlaminat und Innenbündchen, 64,00 € bei Denk Outdoor, 74,95 € bei Sport Schröer

Alle Preise vom 20. September 2026. Die Globetrotter-Notierung für die Palm Descent liegt bei 66,95 Euro und ist damit die teuerste im Vergleich.

Pfötchen, Handschuhe oder Fäustlinge

Drei Bauarten stehen im Regal nebeneinander, und sie lösen unterschiedliche Probleme. Ausführlich steht das auf unserer Seite zu den Neoprenhandschuhen, hier die Kurzfassung.

Handschuhe mit Fingern schützen die Hand immer, auch außerhalb des Bootes, kosten aber Griffgefühl. Je dicker, desto mehr. Für alles, wo man viel anfasst, sind sie die richtige Wahl.

Fäustlinge und Drei-Finger-Modelle wärmen besser als Fingerhandschuhe bei gleicher Materialstärke, weil die Finger sich gegenseitig wärmen. Das Griffgefühl ist noch geringer.

Pfötchen geben das volle Griffgefühl und die beste Wärme am Paddel, schützen aber nur dort. Wer sie nimmt, sollte ein dünnes Paar Handschuhe dabeihaben.

Eine vierte Möglichkeit wird oft übersehen: Pfötchen und dünne Handschuhe zusammen. Das funktioniert, wenn die Tasche groß genug ist, und ist bei sehr kalten Bedingungen die wärmste Kombination überhaupt. Bei Onesize-Modellen sollte man dafür eher die großzügig geschnittenen wählen.

  • Viel Stützen und Rollen, wenig Aussteigen Pfötchen
  • Viel Umtragen, Fotografieren, Hantieren Handschuhe
  • Sehr kalt, lange Strecke, kein Aussteigen Pfötchen plus dünne Handschuhe darunter
  • Kanadier mit Stechpaddel eingeschränkt, siehe unten

Am Stechpaddel: was im Kanadier funktioniert

Paddelpfötchen sind für Doppelpaddel gebaut. Beide Hände liegen dabei fest am Schaft und bleiben dort, und genau darauf beruht das Prinzip.

Im Kanadier ist das anders. Die untere Hand greift den Schaft, die obere liegt auf dem Griff oben, und dort lässt sich nichts befestigen. Zudem wechselt man beim Stechpaddeln regelmäßig die Seite, was mit einem Pfötchen an einer festen Position nicht geht.

Ein Hersteller stellt sich darauf ein: Level Six baut die Canoe/SUP Pogies, die bei Sport Schröer 35,00 Euro kosten und ausdrücklich für Stechpaddel und SUP-Paddel gedacht sind. Sie sitzen weiter unten am Schaft und bleiben bei der unteren Hand.

Für die obere Hand bleibt nur ein Handschuh. Wer im Kanadier bei Frost unterwegs ist, fährt deshalb oft gemischt: Pfötchen unten, dünner Handschuh oben. Das sieht seltsam aus und funktioniert gut.

Auf dem SUP-Board gilt dasselbe, mit dem Zusatz, dass man dort ohnehin viel häufiger ins Wasser kommt.

Größen: warum fast alles Onesize ist

Zehn der zwölf Modelle gibt es nur in einer Größe. Das wirkt nachlässig, hat aber einen Grund: Es gibt keine Finger, die passen müssen. Die Hand steckt lose in einer Tasche, und die Öffnung wird am Schaft befestigt.

Was die Größe trotzdem beeinflusst, ist das Wiedereinschlüpfen. Eine zu kleine Tasche findet man nach der Stütze nicht blind, eine zu große lässt kalte Luft herein.

Nur Hiko staffelt, und zwar nach S/M und L/XL, bei Race wie bei Plugs 4.0 zum gleichen Preis. Wer kleine Hände hat, ist dort am besten aufgehoben.

Die einzige öffentliche Größenaussage im Feld steht in einer Kundenfrage bei Denk Outdoor, beantwortet am 15. Februar 2026 auf der Seite der Palm Descent: „die Descent sind eher mit der Größe L/XL vergleichbar. Ziemlich gleiche Größe haben auch die neuen °hf Ice Breakerz.“

Daraus lässt sich für das ganze Feld eine Faustregel ableiten: Die Onesize-Modelle liegen ungefähr auf dem Niveau von Hiko L/XL. Wer kleinere Hände hat, greift zu Hiko in S/M, und wer mit dünnen Handschuhen darunter paddeln will, ist bei Onesize richtig.

Wer Pfötchen verschenkt, liegt mit Onesize fast immer richtig. Die Ausnahme sind Kinderhände, dafür gibt es die S-Line Pogies Kids für 29,95 Euro.

Die Befestigung am Schaft und ihre Schwachstelle

Alle Modelle im Feld werden mit Klett am Schaft geschlossen. Das ist praktisch, weil es an jedes Paddel passt und sich mit einer Hand öffnen lässt, und es ist zugleich der Teil, der zuerst nachlässt.

Sand ist der Feind. Setzt sich Sand zwischen die Häkchen, hält der Klett nicht mehr, und das Pfötchen verdreht sich beim Paddeln. Eine alte Zahnbürste löst das in einer Minute.

Die Öffnung sitzt richtig, wenn sie leicht nach oben zeigt. Dann findet die Hand von allein hinein. Zeigt sie nach unten, fischt man nach jeder Stütze.

Ovalschäfte und dicke Schäfte brauchen etwas mehr Klettfläche. Bisher hat kein Hersteller darüber ein Problem gemeldet, aber wer einen ungewöhnlich dicken Schaft fährt, sollte die Weite im Blick behalten.

Ein Detail für Besitzer teurer Paddel: Bei Carbonschäften kann der Klett auf Dauer die Oberfläche mattieren. Das ist kosmetisch und beeinflusst die Festigkeit nicht.

Pflege: weniger Arbeit als bei Handschuhen

Pfötchen sind die pflegeleichteste Neoprenware am Boot, weil sie keine Finger haben, in denen Feuchtigkeit steht. Vier Handgriffe reichen.

Der wichtigste ist das Aufhängen mit der Öffnung nach unten. Nach jeder Fahrt steht in der Tasche eine Pfütze, und was über Nacht darin bleibt, riecht am nächsten Wochenende.

Die drei anderen Punkte betreffen das Material selbst: keine Sonne, keine Heizung, kein Waschmittel. UV-Strahlung macht Neopren hart, Hitze löst verklebte Nähte, und Tenside lösen die Weichmacher heraus.

  • Nach der Fahrt ausschütteln und mit der Öffnung nach unten aufhängen
  • In klarem Wasser ausspülen, nach Salzwasser gründlich
  • Im Schatten trocknen, nie in der Sonne und nicht auf der Heizung
  • Klettflächen von Sand und Fusseln befreien
  • Kein Waschmittel, kein Weichspüler, bei Bedarf Neoprenshampoo
  • Zum Lagern flach hinlegen oder locker hängen, nicht gefaltet pressen

Was wir empfehlen würden

Wir haben die zwölf Modelle nicht gegeneinander gefahren. Was folgt, ist aus den Herstellerangaben, den Händlerinformationen und den Preisen abgeleitet.

Wer zum ersten Mal Pfötchen probiert, sollte wenig Geld ausgeben. Die Hiko Race für 22,00 Euro sind dafür gemacht: leicht, günstig und in zwei Größen, sodass die Passform stimmt. Stellt sich heraus, dass Pfötchen nichts für einen sind, hat man 22 Euro verloren statt 64.

Wer im Winter Touren fährt, nimmt 4 Millimeter und zahlt trotzdem wenig: °hf Ice Breakerz für 28,00 Euro oder Prijon für 29,90 Euro. Die Ice Breakerz haben zusätzlich ein Innenbündchen.

Wer viel stützt und rollt, will die kurze Stulpe. Die Palm Descent für 54,00 Euro sind dafür gebaut, und Denk Outdoor nennt sie in einer eigenen Einschätzung passend für Wildwasser bei Schneeschmelze.

Wer das Handgelenk warm haben will, greift zu den Palm Neopren-Pogies für 42,00 Euro. Sie sind die einzigen im Feld mit extra langer Stulpe.

Wer zu wirklich kalten Händen neigt, findet bei den NRS Clutch für 64,00 Euro das aufwendigste Paar: 3 mm mit Titanlaminat, Graphenbeschichtung und Innenbündchen. Ob das den doppelten Preis der Ice Breakerz trägt, muss jeder selbst entscheiden.

Und unabhängig vom Modell: ein dünnes Paar Neoprenhandschuhe dazu, ab etwa 24 Euro. Ohne sie ist der erste Umtrageweg im Februar eine unangenehme Erfahrung. Wer bei der Gelegenheit den Kopf mitversorgt, findet die zehn Modelle auf unserer Seite zur Neoprenhaube.

Häufige Fragen zu Paddelpfötchen

Was sind Paddelpfötchen?

Paddelpfötchen, auch Pogies genannt, sind Taschen aus Neopren oder Nylon, die mit Klett am Paddelschaft befestigt werden. Die Hand fährt von der Seite hinein und greift den Schaft mit bloßer Haut. Das erhält das volle Griffgefühl, schützt die Hand aber nur, solange sie am Paddel ist.

Was kosten Paddelpfötchen?

Bei unseren Partnershops reicht die Spanne von 22,00 bis 64,00 Euro. Am günstigsten sind die Hiko Race aus Nylon für 22,00 Euro, am teuersten die NRS Clutch für 64,00 Euro. Vier Millimeter Neopren gibt es bereits ab 28,00 Euro mit den °hf Ice Breakerz.

Was ist besser: Paddelpfötchen oder Neoprenhandschuhe?

Das hängt davon ab, wie oft du das Paddel loslässt. Pfötchen geben volles Griffgefühl und wärmen am Paddel besser, lassen die Hand außerhalb des Bootes aber ungeschützt. Handschuhe schützen immer, kosten aber Griffgefühl und ermüden den Unterarm. Viele Paddler nehmen beides mit.

Lange oder kurze Stulpe bei Paddelpfötchen?

Eine lange Stulpe umschließt das Handgelenk und wärmt es mit, was auf langen Strecken im Seekajak zählt. Eine kurze Stulpe erlaubt schnelles Aus- und Einschlüpfen, was beim Stützen und Rollen im Wildwasser wichtiger ist. Beides zugleich gibt es nicht.

Welche Größe brauche ich bei Paddelpfötchen?

Zehn der zwölf Modelle im Handel sind Onesize, nur Hiko staffelt nach S/M und L/XL. Denk Outdoor gibt in einer Kundenantwort an, die Onesize-Modelle von Palm und °hf entsprächen ungefähr Hiko L/XL. Wer kleine Hände hat, greift deshalb zu Hiko in S/M.

Wie viel Millimeter Neopren brauchen Paddelpfötchen?

Drei Millimeter sind der Standard und ein guter Kompromiss aus Wärme und Beweglichkeit. Vier Millimeter wärmen spürbar mehr, sind aber steifer und trocknen langsamer. Nylonmodelle ohne Neopren sind leichter und angenehm, solange sie trocken bleiben.

Funktionieren Paddelpfötchen am Stechpaddel?

Nur eingeschränkt. Die obere Hand liegt beim Stechpaddeln auf dem Griff, wo sich nichts befestigen lässt, und beim Seitenwechsel wandert die Hand. Level Six baut mit den Canoe/SUP Pogies für 35,00 Euro ein Modell für die untere Hand; für die obere bleibt ein Handschuh.

Kann man Handschuhe unter Paddelpfötchen tragen?

Ja, und bei sehr kalten Bedingungen ist das die wärmste Kombination überhaupt. Wichtig ist, dass die Tasche groß genug ist. Bei Onesize-Modellen geht das in der Regel, bei Hiko sollte man dafür L/XL wählen.

Gibt es wasserdichte Paddelpfötchen?

Nein, und Neoprenmodelle sollen es auch nicht sein. Neopren wärmt über eine dünne Wasserschicht an der Haut. Was verhindert, dass zusätzlich Wasser von oben in die Tasche läuft, ist ein Innenbündchen am Handgelenk, das im Feld nur die NRS Clutch und die °hf Ice Breakerz haben.

Wie pflege ich Paddelpfötchen?

Nach der Fahrt ausschütteln, mit klarem Wasser ausspülen und mit der Öffnung nach unten im Schatten aufhängen. Keine Sonne, keine Heizung, kein Waschmittel. Den Klettverschluss regelmäßig von Sand befreien, sonst verdreht sich das Pfötchen am Schaft.

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