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Kocher

Primus Tupike: Der Zweiflammkocher für Lagerplatz und Gruppe im Check

Der Primus Tupike ist ein Zweiflammkocher aus Edelstahl, Eiche und Messing mit 3.000 Watt je Flamme, der zugeklappt nur 8,2 cm dick ist. Wir haben Herstellerangaben, Händlerdaten und die Tests des Vorgängers ausgewertet und klären, was hinter den 3.500 Watt im Datenblatt steckt.

  • Zwei Flammen mit je 3.000 W laut Primus, einzeln regelbar, mit Piezozündung
  • Zugeklappt 47,5 × 29,5 × 8,2 cm, Deckel und Seitenteile als Windschutz
  • Läuft an Schraubkartuschen, mit beiliegendem Adapter auch an 5- und 11-kg-Flaschen
Bei Globetrotter ansehen 284,95 € Tupike Stove II DE, mit Flaschenadapter, ohne Gas Preis geprüft am 19.10.2026

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Zweiflammkocher Primus Tupike Stove II aufgeklappt mit hochgestelltem Deckel, seitlichem Windschutz und ausgeklappten Beinen, links eine angeschlossene Gaskartusche

Inhaltsverzeichnis 11 Abschnitte

  • Technische Daten im Überblick
  • Pro & Contra im Überblick
  • Passendes Zubehör
  • Für wen der Primus Tupike gebaut ist
  • 3.500 oder 2 × 3.000 Watt: Was stimmt?
  • Gas: Kartusche, Flasche und Verbrauch
  • Was die Tests des Vorgängers sagen
  • Sicher kochen am Ufer
  • Tupike, Trangia oder günstiger Gaskocher?
  • Häufige Fragen zu Primus Tupike Stove II
  • Wie geht es weiter?

Technische Daten im Überblick

Merkmal Primus Tupike Stove II Üblich bei Zweiflamm-Campingkochern
Bauart Zweiflamm-Tischkocher mit Deckel und klappbaren Beinen Koffer- oder Tischkocher
Brenner 2, einzeln regelbar 2
Leistung Je Flamme, laut Primus. Das Globetrotter-Datenblatt nennt 3.500 W; das ist der Gasverbrauch bei 1 bar aus der Anleitung, keine Summe beider Flammen 2 × 3.000 W 2 × 2.000 bis 2 × 3.500 W
Gasverbrauch Laut Händlerdatenblättern zum Stove II. Globetrotter nennt 250 g/h, Primus US zur ersten Fassung 215 g/h 180 g/h je Brenner k. A.
Siedezeit 1 Liter Herstellerangabe, Globetrotter 4,33 Minuten 4:20 min 3 bis 6 min
Gewicht Herstellerangabe. Globetrotter hat 4.225 g gewogen 4,3 kg 3 bis 7 kg
Packmaß Zugeklappt, Primus und Globetrotter übereinstimmend 47,5 × 29,5 × 8,2 cm k. A.
Brennstoff Laut Globetrotter dient der Anschluss zugleich als Druckregler für beide Brenner Gas: Schraubkartuschen bis 450 g, mit Adapter 5- und 11-kg-Flaschen k. A.
Zündung Piezo k. A.
Material Edelstahl, Aluminium, Eichenholz, Messing k. A.
Personen Laut Globetrotter; Monrechaud nennt 1 bis 4 1 bis 6 k. A.

Achtung: Kein Gas und keine Grillplatte im Karton

Globetrotter liefert den Kocher, den Adapter für 5- und 11-kg-Flaschen und die Anleitung. Die Grillplatte, die bei der ersten Fassung dabei war, kostet beim Stove II extra. Ohne diese Teile kochst du am ersten Abend nichts:

Das gehört nicht dazu:

  • Gaskartusche mit Schraubventil (EN 417) oder Gasflasche
  • Grillplatte
  • Transporttasche
  • Töpfe und Pfanne
Passendes Zubehör ansehen

Im Lieferumfang enthalten: Tupike Stove II, Adapter für 5- und 11-kg-Gasflaschen, Bedienungsanleitung

Pro & Contra im Überblick

Dafür spricht

  • ✓ Zwei Flammen mit je 3.000 W, einzeln und fein regelbar
  • ✓ Zugeklappt nur 8,2 cm dick, liegt flach im Kanadier oder im Kofferraum
  • ✓ Deckel und Seitenteile als Windschutz, laut outdoor beim Vorgänger wirksam
  • ✓ Kartusche oder große Gasflasche, der Adapter liegt bei
  • ✓ Topfträger und Auffangschale herausnehmbar, die Schale laut Globetrotter spülmaschinenfest
  • ✓ Edelstahl, Eiche und Messing statt Kunststoff

Das musst du wissen

  • ✕ 4,3 kg: nichts für die Kajakluke, nur für Kanadier, Auto oder festen Lagerplatz
  • ✕ Grillplatte nicht mehr dabei, bei der ersten Fassung war sie im Karton
  • ✕ Datenblatt bei Globetrotter widersprüchlich: 3.500 W und 2 × 3.000 W auf derselben Seite
  • ✕ Zum Stove II gibt es keinen unabhängigen Test, nur zum Vorgänger
  • ✕ Der Tragegriff aus Eichenleisten ist laut Field Mag auf langen Wegen unbequem (erste Fassung)
  • ✕ Nicht fürs Zelt und unter dem Tarp nur mit 1,25 m Abstand zum Dach

Unsere Einschätzung: Der Tupike ist der Kocher für den Lagerplatz, nicht für das Boot: Zwei kräftige Flammen, guter Windschutz und eine Verarbeitung, die viele Jahre hält, bei 4,3 kg Gewicht. Auf der Kanadiertour mit Gruppe, am Vereinsheim oder vom Auto aus ist er eine Freude. Wer allein oder zu zweit im Kajak unterwegs ist, nimmt einen kleinen Gaskocher. Beim Kauf gilt: 3.000 Watt je Flamme sind die richtige Zahl, und Gas sowie Grillplatte rechnest du dazu.

Zusammengetragen aus den Angaben von Primus (Archiv der EU-Seite, US-Seite, Bedienungsanleitung), der Produktseite von Globetrotter, Händlerdatenblättern zum Stove II und dem Test des Vorgängers bei outdoor, geprüft am 4. Oktober 2026. Wir haben diesen Kocher nicht selbst getestet.

Passendes Zubehör

Das brauchst du zusätzlich

Ohne diese Teile kommst du nicht aufs Wasser. Sie gehören nicht zum Lieferumfang.

Gaskartusche mit Schraubventil

Der Kocher kommt ohne Brennstoff. Ohne Kartusche oder Flasche mit passendem Adapter bleibt er kalt. Für zwei Flammen über mehrere Tage nimm die großen Kartuschen.

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Sinnvoll, aber nicht nötig

Das hier macht die Sache leichter. Losfahren kannst du auch ohne.

Campingtisch

Der Tupike steht auf eigenen Beinen auch am Boden, auf einem Tisch kochst du aber im Stehen und hast die Töpfe nicht im Sand.

Campingtisch klappbar 2–4 Personen grün Decathlon Campingtisch klappbar 2–4 Personen grün 24,99 €
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Faltwindschutz

Deckel und Seitenteile schützen von drei Seiten. Steht der Kocher offen am Ufer, hält ein Faltwindschutz auch die vierte Seite frei vom Wind und spart Gas.

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Für wen der Primus Tupike gebaut ist

Primus baut den Tupike für Leute, die draußen richtig kochen wollen: Nudelwasser auf der einen Flamme, Soße auf der anderen. Globetrotter nennt ihn passend für eine bis sechs Personen. Mit 4,3 kg und 47,5 cm Breite ist er aber kein Tourenkocher. Er gehört in den Kanadier, ins Auto oder an den festen Lagerplatz.

Für Paddler heißt das: Bei der Gruppentour mit Kanadiern, beim Vereinswochenende oder an der Regattastrecke spielt der Tupike seine Stärke aus. Für die Mehrtagestour im Seekajak ist er zu schwer und zu breit. Kleine Kocher für Kajak und Rucksack ordnet unsere Seite Primus Kocher ein.

  • Passt Kanadiertouren mit Gruppe, Basislager, Vereinsfahrten, Camping mit dem Auto
  • Passt alle, die zwei Töpfe gleichzeitig brauchen
  • Passt nicht Kajakluke und Rucksack
  • Passt nicht wer nur Wasser für Kaffee und Tütennudeln kocht

3.500 oder 2 × 3.000 Watt: Was stimmt?

Auf der Produktseite von Globetrotter stehen zwei Zahlen. Im Datenblatt heißt es „Leistung 3500 W“, in der Beschreibung „Leistung: 2 x 3000 Watt“. Wer nur das Datenblatt liest, könnte glauben, beide Flammen leisteten zusammen 3.500 W, also jede nur gut die Hälfte.

Das stimmt nicht. Primus beschreibt jede Flamme mit 3.000 W (10.200 BTU) und schreibt, beide Brenner arbeiteten unabhängig voneinander. Händler, die das Primus-Datenblatt zum Stove II übernehmen, nennen „2 x 3000W“. Die 3,5 kW stammen aus der Bedienungsanleitung der ersten Tupike-Fassung: Dort steht ein Gasverbrauch von 250 g pro Stunde, entsprechend 3,5 kW bei Butan mit 1 bar Druck. Das ist eine Angabe zum Verbrauch unter Prüfbedingungen, keine Summe beider Flammen.

Wenn du Kocher vergleichst, vergleiche die Leistung je Flamme.

Gas: Kartusche, Flasche und Verbrauch

Der Tupike läuft mit Schraubkartuschen nach EN 417 mit 100, 230 oder 450 g Füllung. Mit dem beiliegenden Adapter schließt du laut Globetrotter auch 5- und 11-kg-Flaschen an. Der Anschluss dient zugleich als Druckregler für beide Brenner, ein weiterer Druckminderer ist laut Globetrotter nicht nötig.

Beim Verbrauch gehen die Angaben auseinander. Händlerdatenblätter zum Stove II nennen 180 g pro Stunde und Brenner, die US-Seite von Primus zur ersten Fassung 215 g, Globetrotter 250 g. Mit beiden Flammen auf voller Stufe hält eine 450-g-Kartusche danach zwischen knapp einer und gut einer Stunde. Für ein Wochenende mit Gruppe nimmst du mehrere große Kartuschen oder gleich die Flasche.

  • Wochenende zu zweit, eine Flamme eine 450-g-Kartusche
  • Gruppe, beide Flammen, mehrere Tage Gasflasche mit Adapter
  • Kälte Kartusche über Nacht warm halten, sonst sinkt der Druck

Was die Tests des Vorgängers sagen

Zum Tupike Stove II haben wir keinen unabhängigen Test gefunden. Die erste Fassung hat outdoor 2017 geprüft und als Empfehlung für alle beschrieben, die beim Campen gerne kochen: effektiver Windschutz, sicherer erhöhter Stand, fein regelbare Flammen. Jede Flamme brachte einen Liter Wasser in unter fünf Minuten zum Sieden und verbrauchte dabei rund 16 g Gas.

Englische Tests der ersten Fassung loben Verarbeitung und Regelbarkeit. Field Mag kritisiert den Tragegriff aus kantigen Eichenleisten, der auf langen Wegen unbequem werde. Der Stove II hat laut Händlerbeschreibung zusätzlich einen Federmechanismus, der den Regler beim Tragen fixiert. Die Grillplatte, die der ersten Fassung beilag, gehört nicht mehr zum Lieferumfang.

Sicher kochen am Ufer

Globetrotter schreibt, der Tupike sei nicht für geschlossene Räume geeignet, die Primus-Anleitung verlangt eine gut belüftete Umgebung. Das schließt Zelt und Vorzelt aus: Es drohen Brand und Kohlenmonoxidvergiftung. Wichtig unter dem Tarp: Primus verlangt beim Kochen mindestens 1,25 m Abstand zum Dach und 0,5 m zu Wänden. Stell den Kocher auf festen, ebenen Boden oder einen Tisch, nie auf trockenes Gras, und lass ihn brennend nie allein.

Prüf vor jeder Benutzung die Dichtungen und schließ beide Regler, bevor du die Kartusche aufschraubst. Die Kartusche wechselst du im Freien und abseits anderer Leute, und zum Lagern schraubst du sie ab. So steht es in der Primus-Anleitung. Nach der Tour wischst du Sand und Salzwasser ab und lässt den Kocher trocknen, bevor du ihn zuklappst.

Tupike, Trangia oder günstiger Gaskocher?

Der Tupike ist der Komfortkocher für den Lagerplatz. Wer im Boot jedes Kilo spürt, greift zu einem anderen System. Der Sturmkocher von Trangia ist leicht, windfest und läuft mit Spiritus, kocht aber langsamer. Unsere Seite Trangia Kocher erklärt die Varianten.

Wer zwei Flammen will, aber nicht 285 Euro ausgeben möchte, findet bei Decathlon Zweiflammkocher deutlich günstiger. Die Auswahl steht auf der Seite Decathlon Gaskocher.

Häufige Fragen zu Primus Tupike Stove II

Wie viel Watt hat der Primus Tupike?

3.000 W je Flamme laut Primus, also zwei Flammen mit je 3.000 W. Die 3.500 W im Datenblatt von Globetrotter sind eine Verbrauchsangabe aus der Bedienungsanleitung, keine Summe beider Flammen.

Wie schwer ist der Primus Tupike?

Primus nennt 4,3 kg, Globetrotter hat 4.225 g gewogen. Zugeklappt misst er 47,5 × 29,5 × 8,2 cm.

Kann ich den Tupike an eine große Gasflasche anschließen?

Ja. Die deutsche Fassung wird laut Globetrotter mit einem Adapter für 5- und 11-kg-Flaschen geliefert. Sonst läuft er mit Schraubkartuschen nach EN 417 bis 450 g.

Ist beim Tupike Stove II eine Grillplatte dabei?

Nein. Globetrotter nennt Kocher, Flaschenadapter und Anleitung. Die erste Fassung des Tupike hatte eine Grillplatte im Karton, beim Stove II wird sie separat verkauft.

Was ist der Unterschied zwischen Tupike und Tupike Stove II?

Der Stove II ist die aktuelle Fassung. Im Karton fehlt die Grillplatte, laut Händlerbeschreibung fixiert ein Federmechanismus den Regler beim Tragen, und Händlerdatenblätter nennen 180 statt 215 g Gas pro Stunde und Brenner. Leistung je Flamme, Maße und Materialien sind gleich geblieben.

Passt der Primus Tupike ins Kajak?

Kaum. Mit 47,5 cm Breite und 4,3 kg ist er für Kanadier, Auto und festen Lagerplatz gedacht. Fürs Kajak ist ein kleiner Aufschraub- oder Topfkocher die bessere Wahl.

Wie lange reicht eine Gaskartusche im Tupike?

Mit beiden Flammen auf voller Stufe zwischen knapp einer und gut einer Stunde, je nachdem welchen Verbrauch du ansetzt (180 bis 250 g pro Stunde und Brenner). Für Gruppen über mehrere Tage lohnt die Gasflasche mit Adapter.

Darf ich mit dem Tupike im Zelt kochen?

Nein. Globetrotter schließt geschlossene Räume aus, Primus verlangt eine gut belüftete Umgebung und 1,25 m Abstand zu Dächern. Im Zelt oder Vorzelt drohen Brand und Kohlenmonoxidvergiftung. Koch immer im Freien.

Wie geht es weiter?

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Gründer bei Kanu zum Frühstück
Hannes Wagner ist seit 1998 dem Kanusport verfallen. Egal, ob Kajak, Kanadier, Drachenboot oder SUP. Hannes brennt für das Paddeln. Früher war er im Leistungssport unterwegs und sammelte nationale und internationale Erfolge. Heute siehst du ihn in seinem Nelo Viper 46 oder im ARES Outrigger Einer von Kai Wa´a jeden Morgen auf der Alster rumschippern. Abseits des Wassers interessiert sich Hannes Wagner für das Online Marketing. Klar, dass es irgendwann zu einem Online Magazin im Kanusport kommen musste. Im Februar 2017 wurde Kanu zum Frühstück geboren.
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