Unterwegs mit dem Premier Nationalteam des DDV

Liebe Freunde des Drachenboot-Sports,

Nachdem sich unsere Trainerin Lena bei Kanu zum Frühstück schon öfter zu Wort gemeldet hat, darf ich euch heute ein paar Eindrücke in das Training mit dem Premier Nationalteam des DDV geben. Als Anwärter auf einen der begehrten Plätze für die Drachenboot Heim – EM 2018 in Brandenburg an der Havel melde ich mich heute zu unserem vergangenen Trainingscamp Ende März in Magdeburg:

Die verantwortlichen Trainer des Nationalteams luden dieses Mal nach Magdeburg ins Trainingslager ein. Also hieß es auch für mich am Freitagnachmittag Turnbeutel packen und Abfahrt in die Landeshauptstadt Sachsen – Anhalts.

Samstag, 08:30 Uhr war der Auftakt des Trainingswochenendes angesetzt und pünktlich standen rund 60 Athletinnen und Athleten im Hof des Ruder Clubs „Alt-Werder“ zur Erwärmung bereit. Wetter passte -endlich- und alle sahen sehr motiviert der ersten gemeinsamen Paddeleinheit entgegen. Nach meinem „Ganz ok“ – Athletiktest und wochenlang Eis auf der heimischen Warnow, freute auch ich mich auf die ersten Paddelkilometer seit Januar dieses Jahres. Drei Mixed – Boote wurden gebildet und es ging gemeinsam auf die Elbe.

5 x 5 Minuten GA mit aktiver Pause standen für diese Einheit auf dem Trainingsplan. Technik abrufen, Rhythmus finden und maximalen Druck ans Paddel bringen war die Aufgabenstellung an uns Sportler. Los ging’s. Kurzes Warmpaddeln. Alles easy! Dann der Start der ersten 5 Minuten. Fühlt sich ganz gut an und es ist viel Power im Boot war mein Eindruck nach den ersten Paddelschlägen. Dank der relativ niedrigen Schlagzahl konnte ich immer wieder gut reflektieren: steht mein Paddel senkrecht im Wasser? Ist mein Oberkörper weit genug aufgedreht? Ziehe ich weit genug durch? Ab und zu konnte ich auch mal die Druckhand beim Zug etwas lösen und so den sauberen Abdruck am Wasser kontrollieren. Gefühlt passte bei mir alles schon ganz gut und zusammen entwickelten wir auch ordentlich Vortrieb. Kopf an Kopf schoben sich die drei Drachenboote die Elbe so stromaufwärts.

Die Hälfte der ersten Einheit war geschafft und auf einmal wurde es zäh – bei mir, bei mir im Boot und auch die anderen Crew‘ s schienen nicht mehr so viel „Dampf“ zu haben. Denn die Ansprache und Anfeuerung der Trainer und Steuerleute wurden nun energischer. Jetzt hieß es „dran bleiben“, die Strapazen der letzten Arbeitswoche, der frühen Anreise oder der vergangenen Nacht in der Turnhalle (Hallenbeleuchtung ließ sich nur teilweise ausschalten) „abschütteln“ und die Einheit erfolgreich zu Ende bringen. Gesagt, getan und mit ganz gutem Gefühl legten wir wieder an. Zurück an Land hieß es jetzt schnell „Trockenlegen“, kurz Kräfte sammeln bei Kaffee und Banane und dann schon wieder Vorbereitung auf die nächste Paddeleinheit. Denn fünf weitere sollten an diesem Wochenende noch folgen.

Insgesamt waren es alles sehr intensive Belastungen. Nicht alle liefen optimal. Egal! Besser jetzt, als beim Wettkampfhöhepunkt. Für mich, wie für alle anderen zählt nun jeder Wasserkilometer auf dem Weg zur Heim – EM Mitte August in Brandenburg. Denn die nächste Weichenstellung dorthin erfolgt schon Ende April in Berlin. Nach dem dortigen Paddeltest wird dann der endgültige Kader für die Regatta auf dem Beetzsee nominiert.

Allen Sportlerinnen und Sportlern dafür alles Gute!

 

Grüße aus Rostock

Euer Leo

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