Kanu-Rennsport Weltcup 2021 in Szeged: Der 1. Finaltag

Beim Kanu-Rennsport Weltcup in Szeged stand heute der erste Finaltag auf dem Programm. Mit der Berlinerin Lisa Jahn im Canadier-Einer über 200 m, dem Potsdamer Jacob Schopf im Kajak-Einer über 1.000 m, dem Berliner Conrad-Robin Scheibner im Canadier-Einer über 1.000 m, dem Magdeburger Moritz Willi Florstedt im Kajak-Einer über 500 m und dem Kajak-Zweier Sabrina Hering-Pradler/Tina Dietze über 500 m hatten sich ganze fünf Boote des Deutschen Kanu-Verbands für die Endläufe am ersten Finaltag qualifiziert.

Jacob Schopf ist endgültig in der Weltspitze angekommen

Direkt nach dem 1.000 m Start setzten sich die vier favorisierten Boote mit dem Tschechen Josef Dostal, dem Portugiesen Fernando Pimenta, dem amtierenden Weltmeister aus Ungarn Balint Kopasz und dem Potsdamer Jacob Schopf vom Rest des Feldes ab. Jeder von ihnen ist für eine Goldmedaille gut. Auf der Strecke hatte Josef Dostal einen kleinen Vorteil. Er führte das Feld mit einer halben Bootslänge an. Die anderen drei Boote dahinter gleichauf. 250 m vor dem Ziel zündete der Potsdamer Jacob Schopf den Turbo, zog an Dostal vorbei und sicherte dem deutschen Team die erste Goldmedaille an diesem ersten Finaltag.

„Ich hatte Bock darauf zu zeigen, was in mir steckt und wo ich mit meiner Leistung international stehe. Ich denke jetzt habe ich einen guten Grundstein dafür gesetzt, dass ich in Tokio mit dabei sein darf.“ so Schopf nach dem Rennen. Dostal sicherte sich 2 Sekunden hinter Schopf Platz 2. Fernando Pimenta kam als dritter über die Ziellinie. Schopf ist noch für eine weitere Goldmedaille gut. Morgen startet er zusammen mit Max Hoff im K2 Finale über 1.000 m.

Conrad Scheibner holt auf Bahn 1 Platz 1

Mit dem Brasilianer Isaquias Queiroz Dos Santos, dem amtierenden Weltmeister im C1 über 1.000 m, dem Tschechen Martin Fuksa, dem Cubaner Jose Ramon Pelier Cordova und dem Berliner Conrad Scheibner waren die besten Canadier Fahrer der Welt in Szeged vertreten. Lediglich der Potsdamer Sebastian Brendel hat gefehlt. Brendel konzentriert sich auf den morgigen C2 1.000 m. Scheibner ist in seinem Zwischenlauf ganz bewusst auf Platz 3 gepaddelt, sodass er im Finale auf Bahn 1 starten kann. Der Berliner wollte sich ganz auf sein Rennen konzentrieren, fernab von den großen Namen auf Bahn 3 und Bahn 5. Der Plan ging auf. Gleich von Anfang zog Conrad Scheibner mit kräftigen Schlägen dem Feld davon und führte zwischenzeitlich mit zwei Bootslängen. Lediglich der amtierende Weltmeister Dos Santos versuchte mit einem starken Endspurt nochmal Tuchfühlung aufzunehmen. Scheibner konterte diesen souverän und fuhr als erster über die Ziellinie. „Ich muss gestehen, ich war anfangs schon sehr aufgeregt, weil ich die Leistung der anderen noch nicht so richtig einschätzen konnte. Aber ich bin hier das beste Rennen gefahren, was ich konnte und war auch ganz froh auf Bahn 1 zu fahren, um die großen Namen etwas auszublenden. Das Rennen bin ich dann so hart angegangen, wie ich konnte und das war dann ein richtig geiles Gefühl am Ende als erster über die Ziellinie zu kommen.“ so der Berliner nach dem Rennen. Isaquias Queiroz Dos Santos kam auf Platz 2. Martin Fuksa überquerte als dritter die Ziellinie.

Sabrina Hering-Pradler und Tina Dietze sind bereit für Olympia

Mit Sabrina Hering-Pradler aus Hannover und Tina Dietze aus Leipzig zeigte sich ein neuer deutscher K2 über die 500 m Strecke der internationalen Bühne. Hering-Pradler zeigte bereits bei den zwei Sichtungen, dass sie eine gute Form hat und ließ zusammen mit Tina Dietze auch in Szeged nichts anbrennen. Nach einem gelungenen Start führten die Beiden das Feld mit einer guten Bootslänge an. Auch auf der Strecke kontrollierten Hering-Pradler/Dietze in beeindruckender Weise die Konkurrenz und fuhren als erste über die Ziellinie. „Das Rennen ging sehr schnell vorbei und es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir konnten wirklich so durchfahren, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir sind schön bei uns geblieben, haben uns nicht unter Druck setzen lassen und ich denke, darauf können wir aufbauen“, sagte die Hannoveranerin nach dem Rennen. „Sabrina ist gerade die beste bei uns Damen und ich bin echt froh, dass ich mit ihr fahren kann. Klar, ich bin 9 Jahre mit Franzi zusammengefahren aber ich denke, wenn Sabrina und ich noch 2-3 Rennen absolvieren, ist auch noch Luft nach oben offen“ ergänzte Tina Dietze. Auf Platz 2 kam das Boot aus Polen mit Iskrzycka/Wisniewska gefolgt von dem Boot aus Slowenien Ponomarenko Janic/Ostermann.

Die Berlinerin Lisa Jahn fuhr in ihrem Finale im C1 über 200 m auf einen starken 5.Platz. Der Youngster aus Magdeburg, Moritz Florstedt, erpaddelte sich im K1 500 m nach einem verhaltenen Start noch einen grandiosen Platz 6. Morgen geht es dann hoffentlich mit weiteren Medaillen für das deutsche Team weiter.

Hannes Wagner

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