Elena Lilik empfängt die Kanu-Slalom Welt in ihrem „Wohnzimmer“

Elena Lilik war nicht nur eine der Botschafterinnen bei der offiziellen Eröffnung des Ticketverkaufs für die Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften am vergangenen Montag, sie postete auch ein sehr nützliches Video auf ihrem Instagram-Account mit einer Anleitung. In dem Video erklärt Lilik, wie man den offiziellen Namen des Maskottchens der Kanu-Slalom WM 2022 in Augsburg richtig ausspricht. Das Maskottchen ist ein Biber und hört auf den Namen „Gustl“.

„Es ist ein bayerischer Name und daher schwierig, ihn richtig auszusprechen … Also hatte ich die Idee, einen sehr kurzen Videoclip zu erstellen, um unser Maskottchen allen internationalen Athleten vorzustellen und zu zeigen, wie man seinen Namen richtig ausspricht.“

Das Jahr 2022 wird ebenfalls groß sein. Bei den Kanu-Slalom Weltmeisterschaften in Augsburg wird gefeiert, dass der Kanu-Slalom vor 50 Jahren bei den Olympischen Spielen 1972 in München auf derselben Strecke sein Debüt hatte. Sie ist eine der ältesten Kanuslalom-Wettkampfstrecken der Welt und bei Sportlern aus aller Welt beliebt. Und sie wurde gerade umfassend saniert.

Es ist auch Liliks Heimstrecke. Sie trainiert nicht nur auf einer der schönsten Slalomstrecken der Welt, sondern auch auf einer Strecke, die in der Geschichte des Sports eine so wichtige Rolle gespielt hat. „Ich finde es unglaublich, dass die Strecke, auf der ich jeden Tag trainiere, die Olympiastrecke von vor 50 Jahren ist“, sagte Elena Lilik diese Woche. „Ich bin sehr froh, dass ich nicht die gleiche Strecke wie die Wettkämpfer von 1972 fahren muss, denn damals begann die Strecke viel weiter flussaufwärts. Das zeigt, wie sich unser Sport ständig weiterentwickelt … Außerdem fühle ich mich von all den internationalen Athleten, die in Augsburg zu Gast sind, und auch von den älteren Generationen inspiriert und hoffe, dass ich die nachfolgenden Generationen weiter inspirieren kann.“ so Lilik weiter.

Elena Lilik möchte nachfolgende Generationen

Elena Lilik im Kanu-Slalom-Canadier.
Elena Lilik dominierte die Kanu-Slalom-WM 2021 bei den Damen und gewann 1 x Gold und 2 x Silber. (Bild: Rebekka Anton)

Lilik inspirierte bereits junge Athleten nach ihren unglaublichen Ergebnissen auf der anspruchsvollen Strecke in Bratislava bei den diesjährigen Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom. Am ersten Finaltag konnte nur die Olympia-Goldmedaillengewinnerin und Augsburger Paddlerin Ricarda Funk im K1 der Frauen besser abschneiden als sie. Und am zweiten Finaltag verblüffte Lilik das Publikum und ihre Mitstreiter, als sie im C1 der Damen Gold holte. Selbst ihr Vater und Trainer Thomas Apel war sprachlos. Aber Elena Lilik war noch nicht fertig. Am Nachmittag trat sie erneut gegen die besten Paddlerinnen der Welt an, diesmal in der neuen olympischen Disziplin des Extremslaloms. Nur das australische Kraftpaket Jessica Fox konnte die junge Deutsche schlagen. In Interviews nach dem Rennen sprach Lilik nicht nur von der Aufregung, Weltmeisterin zu werden, sondern auch von der Möglichkeit, ihren Titel 2022 auf ihrer Heimstrecke zu verteidigen. Doch wie sie bei der Vorstellung am Montag betonte, muss sie sich das Recht, für Deutschland bei den Weltmeisterschaften anzutreten, erst verdienen.

„Ich würde erst einmal nicht so weit gehen, an die WM zu denken, sondern mich auf die nationale Qualifikation im Mai konzentrieren, die ebenfalls in Augsburg stattfindet“, sagte sie. „Für mich ist es etwas ganz Besonderes, die WM zu Hause zu haben, da ich im Grunde auf dieser Strecke aufgewachsen bin und meine ersten Wildwassererfahrungen auf dem Eiskanal gemacht habe … Auch generell ist es eine tolle Gelegenheit zu zeigen, dass Sport in Augsburg mehr ist als nur Fußball und Eishockey. Außerdem ist es ein Bonus, meine Familie, Freunde und mein Heimpublikum dabei zu haben und die Chance zu bekommen, die nächste Generation zu Hause zu begeistern.“ so Elena Lilik weiter.

Tickets für die ICF Kanu- und Extremslalom-Weltmeisterschaften 2022 sind ab sofort im Verkauf und können auf der offiziellen Veranstaltungsseite erworben werden. Die Veranstaltung wird vom 25. bis 31. Juli stattfinden. Das Plüschtier des Bibers „Gustl“, die vom Augsburger Textilmuseum als Fair-Trade-Produkt vor Ort hergestellt werden, werden ab nächsten Monat in den Verkauf gehen.

Hannes Wagner
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