Kaufberatung
SUP-Zubehör: was du wirklich brauchst
- Vier Teile sind Pflicht: Paddel, Leash, Pumpe und etwas Wasserdichtes für Handy und Schlüssel
- Die Leash ist das wichtigste Sicherheitsteil und kostet unter dreißig Euro
- Auf fließendem Wasser gehört die Leash an den Hüftgurt, nicht ans Bein
Passendes Zubehör
Das brauchst du zusätzlich
Ohne diese Teile kommst du nicht aufs Wasser. Sie gehören nicht zum Lieferumfang.
SUP-Paddel
Bei Komplettsets liegt eines bei, beim Einzelkauf nicht. Für die Länge gilt: etwa 20 bis 25 Zentimeter über deiner Körpergröße. Ein Paddel mit Carbonanteil wiegt 300 Gramm weniger als ein Alupaddel, und das merkt die Schulter nach einer Stunde.
Decathlon
SUP-Paddel Carbon 2-teilig 165–205 cm - 900
149,99 €
Leash
Das wichtigste Sicherheitsteil am SUP. Fällst du vom Board, treibt es ohne Leash in Sekunden außer Reichweite, und ein Board treibt schneller als du schwimmst. Auf stehendem Wasser ans Bein, auf fließendem an den Hüftgurt.
Denk Outdoor
Palm Quick SUP Leash, 2,5 m, 2.5 m, 3 m
28,00 €
−15 %
Pumpe
Bei Sets liegt eine Handpumpe bei. Wer öfter aufs Wasser will, ergänzt eine elektrische: Sie pumpt in acht bis zehn Minuten auf Zieldruck und saugt die Luft danach wieder ab, was das Einpacken erst erträglich macht.
Decathlon
Elektrische Pumpe SUP 16 PSI 70L/min LED-Anzeige 12V EP-T16
49,00 €
Wasserdichte Tasche
Handy, Schlüssel und Papiere kommen mit aufs Board, und das Board ist nass. Ein Packsack mit Rollverschluss kostet unter zwanzig Euro und gehört an die Beleinung, nicht in die Hosentasche.
Outdoorcenter.de
Packsack RUGGED, 60 l blau
35,00 €
−30 %
Sinnvoll, aber nicht nötig
Das hier macht die Sache leichter. Losfahren kannst du auch ohne.
Finne
Ohne Finne läuft kein Board geradeaus. Eine liegt immer bei, eine zweite im Gepäck ist trotzdem sinnvoll: Finnen brechen beim Anlanden im Flachen, und ohne Finne ist die Tour vorbei.
Denk Outdoor
Gumotex Finne Richtungsflosse
19,95 €
Prallschutz- oder Schwimmweste
Auf Binnengewässern in Deutschland ist sie für SUP nicht vorgeschrieben, auf vielen Seen und Flüssen aber Pflicht laut Befahrungsregel, und auf kaltem Wasser ohnehin vernünftig. Eine 50-Newton-Weste schränkt beim Paddeln kaum ein.
Decathlon
Prallschutzweste Auftriebsweste kurz 500 50 N schwarz
79,99 €
Transportwagen
Ein aufgepumptes Board wiegt zehn bis fünfzehn Kilo und ist sperrig. Wer am Auto aufbläst und dann 300 Meter zum Wasser läuft, weiß nach dem zweiten Mal, warum es Trolleys gibt.
Decathlon
SUP Trolley Aluminium Transportwagen für Paddle Board bis 15 cm - CPS04
59,90 €
Kajaksitz für das Board
Viele Boards haben D-Ringe für einen Sitz. Damit wird aus dem SUP ein Sitzboot, und das ist auf langen Strecken, bei Wind und mit Kindern an Bord die bequemere Fortbewegung.
Outdoorcenter.de
Aufblasbarer Kajaksitz
25,00 €
−58 %
Reparaturset
Ein Loch im Dropstitch-Gewebe ist kein Totalschaden, wenn Flicken und Kleber dabei sind. Bei Sets liegt meist ein Set bei; prüf, ob der Kleber noch nicht eingetrocknet ist, bevor du ihn brauchst.
Globetrotter
PACKRAFTS - REPARATURSET PU
19,90 €
Neoprenschuhe
Der Einstieg geht über Kies, Muscheln und Beton. Im Frühjahr und Herbst sind kalte Füße der Grund, warum Touren kurz werden, und Schuhe kosten weniger als zwanzig Euro.
Decathlon
Neoprenschuhe Kajak/SUP 1,5 mm
15,99 €
−20 %
Paddelleine
Das Gegenstück zur Leash für das Paddel. Wer nach dem Sturz Board und Paddel gleichzeitig hinterherschwimmt, weiß, warum zwanzig Euro dafür gut angelegt sind.
Outdoorcenter.de
PADDLE LEASH, schwarz
15,00 €
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Die vier Teile, ohne die es nicht geht
Ein aufblasbares Board allein ist nicht fahrbereit. Vier Dinge gehören dazu, und bei Komplettsets sind sie meist enthalten.
Das Paddel. Ohne Paddel treibst du. Bei Sets liegt es bei, meist in Aluminium, was völlig genügt und spürbar schwerer ist als ein Paddel mit Carbonanteil.
Die Leash. Die Verbindung zwischen dir und dem Board. Sie kostet unter dreißig Euro und ist das Teil, das im Ernstfall zählt.
Die Pumpe. Ohne Luft kein Board. Die Handpumpe aus dem Set funktioniert; eine elektrische Pumpe nimmt dir zehn Minuten Arbeit ab und saugt beim Einpacken die Luft wieder heraus.
Etwas Wasserdichtes. Handy, Autoschlüssel und Ausweis müssen mit, und sie müssen trocken bleiben. Ein Packsack für fünfzehn Euro erledigt das.
Warum die Leash das wichtigste Teil ist
Ein Board ohne Paddler treibt schnell. Wind von fünf Beaufort schiebt ein leeres Board schneller über den See, als ein guter Schwimmer hinterherkommt, und das Board ist dein Auftriebskörper.
Deshalb ist die Leash kein Komfortteil, sondern Rettungsausrüstung. Sie kostet zwischen zwanzig und vierzig Euro, und es gibt drei Bauarten.
Gerade Leash am Knöchel: der Standard für Wellen und offenes Wasser. Coiled Leash am Knöchel oder Knie: aufgewickelt, schleift nicht im Wasser, der Standard für Flachwasser und Touren. Hüftgurt-Leash mit Schnellverschluss: die einzige richtige Wahl auf fließendem Wasser.
Der Grund für den Hüftgurt ist ernst: Eine Leash am Bein kann in Strömung an einem Hindernis hängen bleiben, und dann zieht der Zug des Boards dich unter Wasser. Am Hüftgurt löst du den Verschluss in einer Bewegung, auch unter Zug. Auf Flüssen ist deshalb nur diese Bauart zu empfehlen.
- Stehendes Wasser, Tour Coiled Leash am Knöchel
- Welle und Brandung gerade Leash am Knöchel
- Fließendes Wasser ausschließlich Hüftgurt mit Schnellverschluss
- Nie gar keine Leash, nur weil es nach nah am Ufer aussieht
Was ein leichteres Paddel wirklich bringt
Von allen Nachkäufen verändert das Paddel das Paddeln am deutlichsten, und zwar mehr als ein neues Board.
Bei einer gemütlichen Kadenz machst du 30 bis 40 Züge je Minute. In einer Stunde sind das rund 2.000 Mal, bei denen du das Gewicht des Paddels bewegst. Zwischen einem Alupaddel mit 1.200 Gramm und einem mit Carbonanteil um 800 Gramm liegen also knapp 800 Kilogramm Hubarbeit je Stunde.
Die Länge ist noch wichtiger als das Gewicht: etwa 20 bis 25 Zentimeter über Körpergröße für Touren, kürzer für Wellen, länger für Rennen. Verstellbare Paddel decken die Spanne ab und sind etwas schwerer.
Welche Länge, welche Blattfläche und welches Material zu dir passen, steht ausführlich in unserer Kaufberatung für SUP-Paddel mit fünf Modellen von 40 bis 349 Euro. Für Kajaks gelten dieselben Fragen mit anderen Antworten: Kajakpaddel im Vergleich.
Die Pumpe und was elektrisch lohnt
Jedes Set bringt eine Handpumpe mit. Sie funktioniert, und sie ist der Grund, warum viele Boards nach zwei Sommern im Keller stehen: Zehn Minuten Pumpen in der Sonne vor jeder Tour sind eine Hürde.
Eine elektrische Pumpe kostet ab 49 Euro, erreicht den Zieldruck zuverlässig und saugt die Luft nach der Tour wieder aus dem Board. Letzteres ist der eigentliche Gewinn, denn ein abgesaugtes Board passt zurück in seine Tasche.
Wichtig ist nur eine Zahl: der Höchstdruck. Dein Board gibt 15 oder 18 PSI vor, und eine Pumpe mit 16 PSI erreicht 18 nie. Alles dazu steht in unserer Kaufberatung für elektrische SUP-Pumpen.
Behalte die Handpumpe trotzdem im Kofferraum. Sie ist die Rückfallebene, die keinen Strom braucht.
Was du weglassen kannst
Der Zubehörmarkt verkauft eine Menge, das gut aussieht und selten gebraucht wird.
Zweites Paddelblatt, Dachträgersysteme für aufblasbare Boards, Kameraarme und Angelhalter gehören dazu, solange du nicht genau weißt, dass du sie brauchst. Beim aufblasbaren Board reist das Brett in der Tasche, nicht auf dem Dach.
Teure Boardbags sind nur dann sinnvoll, wenn die mitgelieferte Tasche kaputt ist. Fast jedes Set bringt einen Rucksack mit, und der hält mehrere Saisons.
Antifouling, Spezialreiniger und Pflegemittel braucht ein PVC-Board nicht. Süßwasser, abtrocknen, trocken lagern, fertig. Was ihm wirklich schadet, ist Hitze: Ein Board im geschlossenen Auto in der Sonne kann sich dauerhaft verformen.
Was wir dagegen zu früh statt zu spät kaufen würden: die Leash, Neoprenschuhe für die Übergangszeit und eine elektrische Pumpe, wenn du mehr als fünf Touren im Jahr machst.
Regeln und Pflicht auf dem Wasser
Für SUP gilt in Deutschland keine allgemeine Pflicht zur Schwimmweste und kein Führerschein. Was es gibt, sind Befahrungsregeln einzelner Gewässer, und die können beides fordern.
Auf Bundeswasserstraßen gelten die Schifffahrtsregeln. Du bist das kleinste Fahrzeug, also ausweichpflichtig, und Fahrwasser querst du zügig und nicht entlang.
In Naturschutzgebieten gilt häufig ein Betretungsverbot für Ufer und Schilfzonen, saisonal und nicht immer ausgeschildert. Wer das nicht weiß, ärgert nicht nur Vögel, sondern auch die Verwaltung.
Wo du unterwegs sein darfst und wie viel Wasser gerade kommt, zeigt unser Pegelstand-Checker. Verleih und Schule vor Ort stehen im Kanu-Branchenbuch.
Häufige Fragen zu SUP-Zubehör
Welches SUP-Zubehör ist Pflicht?
Paddel, Leash, Pumpe und eine wasserdichte Tasche für Handy und Schlüssel. Alles andere richtet sich danach, wie und wo du paddelst. Eine Schwimmweste ist auf vielen Gewässern vorgeschrieben und auf kaltem Wasser immer vernünftig.
Was kostet die Grundausstattung zum Board?
Wenn beim Set Paddel und Pumpe dabei sind, kommen Leash und Packsack für zusammen 35 bis 50 Euro dazu. Beim Einzelkauf eines Boards rechne mit 150 bis 300 Euro für Paddel, Pumpe, Leash und Tasche.
Welche Leash brauche ich?
Auf stehendem Wasser eine Coiled Leash am Knöchel, in der Welle eine gerade Leash, auf fließendem Wasser ausschließlich einen Hüftgurt mit Schnellverschluss. Eine Beinleash kann in Strömung an Hindernissen hängen bleiben, und das ist gefährlich.
Lohnt sich eine elektrische Pumpe?
Ab etwa fünf Touren im Jahr ja, und vor allem wegen der Absaugfunktion beim Einpacken. Achte auf den Höchstdruck: Er muss die Vorgabe deines Boards erreichen, meist 15 oder 18 PSI.
Brauche ich eine Schwimmweste beim SUP?
In Deutschland gibt es keine allgemeine Pflicht, aber einzelne Gewässer schreiben sie vor, und auf kaltem Wasser ist sie unabhängig von Vorschriften richtig. Eine 50-Newton-Prallschutzweste schränkt beim Paddeln kaum ein.
Welche Paddellänge passt zu mir?
Für Touren etwa 20 bis 25 Zentimeter über deiner Körpergröße. Für Wellen kürzer, für Rennen länger. Verstellbare Paddel decken die Spanne ab, wiegen aber etwas mehr.
Wie lagere ich mein aufblasbares Board richtig?
Trocken, nicht prall aufgepumpt und nicht in der Hitze. Wenige PSI Restdruck schonen die Nähte, und ein Board im heißen Auto kann sich dauerhaft verformen. Vor dem Einpacken mit Süßwasser abspülen und abtrocknen.
Was taugt beim SUP-Zubehör nichts?
Pflegemittel, Spezialreiniger und teure Boardbags, solange die mitgelieferte Tasche heil ist. Ein PVC-Board braucht Süßwasser und Trockenheit, sonst nichts.
Wie geht es weiter?
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