Thule Dachträger fürs Kajak und SUP: Das System Schritt für Schritt
💡 Das Wichtigste in Kürze:
- Ein Thule Dachträger besteht aus Fuß, Lastträger und je nach Fuß einem fahrzeugspezifischen Kit. Erst darauf kommt der Kajak-, Kanu- oder SUP-Träger.
- Welcher Fuß und welches Kit zu deinem Auto passen, sagt dir der Thule Fahrzeugfinder auf thule.com.
- Die zulässige Dachlast deines Autos muss Dachträger, Bootsträger und Boot zusammen tragen.
- Unser Favorit als Lastträger ist die WingBar Evo: leise, mit T-Nut für den Bootsträger und 100 kg Zuladung.
Schnellauswahl: Thule Dachträger und Bootsträger
| Teil | Aufgabe | Kerndaten laut Shop | Für wen? | Link |
|---|---|---|---|---|
| WingBar Evo | Lastträger | Aerodynamisch, T-Nut, 100 kg, 2er-Pack ohne Füße | Alle, die oft fahren | Preis prüfen |
| SquareBar Evo | Lastträger | Stahl, kunststoffbeschichtet, 100 kg | Robust und einfach | Preis prüfen |
| Evo Clamp | Fuß | Für Autos ohne Befestigungspunkte, 75 kg, 4er-Pack | Glattes Dach | Preis prüfen |
| Hull-a-Port XTR | Kajakträger | 1 Kajak liegend bis 34 kg, 2 Kajaks seitlich bis 59 kg | Kajak, auch zwei Boote | Preis prüfen |
| DockGrip | Kajak- und SUP-Träger | Bis 90 cm Breite und 40 kg | Kajak oder SUP flach | Preis prüfen |
So ist ein Thule Dachträger aufgebaut
Ein Kajakträger allein hält auf keinem Autodach. Er wird auf zwei Querstangen geschraubt oder in deren T-Nut geschoben. Diese Querstangen heißen bei Thule Lastträger, und sie stehen auf Füßen, die zu deinem Dach passen. Die Reihenfolge beim Kauf ist deshalb immer gleich:
- Fuß: passt zur Dachform deines Autos, also glattes Dach, Fixpunkte, Regenrinne oder Dachreling.
- Lastträger: die beiden Querstangen, zum Beispiel SquareBar Evo oder WingBar Evo, in der passenden Länge.
- Kit: bei vielen Füßen ein fahrzeugspezifisches Montagekit, das den Fuß an dein Automodell anpasst.
- Sportträger: darauf kommt der Träger für Kajak, Kanu oder SUP.
Die aktuellen Füße und Lastträger tragen bei Thule den Zusatz Evo und sind untereinander kombinierbar, die Bootsträger passen auf mehrere Lastträger. Das ist praktisch, wenn du später das Auto wechselst: Oft brauchst du dann nur ein neues Kit oder neue Füße, die Lastträger und der Kajakträger bleiben.
Schritt 1: Der passende Fuß für dein Dach
Schau zuerst auf dein Autodach. Davon hängt ab, welcher Fuß passt. Diese Füße und Systeme führt Globetrotter:
| Dachform | Thule Fuß | Angaben laut Shop |
|---|---|---|
| Glattes Dach ohne Befestigungspunkte | Evo Clamp | 4 Füße, maximale Zuladung 75 kg, One-Key-Schlösser im Lieferumfang. Laut Thule braucht der Fuß ein fahrzeugspezifisches Kit. |
| Fixpunkte oder T-Profil im Dach | Evo Fixpoint | Im Shop als Thule Evo Fixpoint 2-Pack lieferbar, für einen Dachträger brauchst du zwei Packungen. Der 4er-Pack ist derzeit nicht verfügbar. Laut Thule mit Fit Kit und bis 100 kg. |
| Regenrinne | Fußsatz für Regenrinne, 15 oder 20 cm Dachabstand | 4 Füße für SquareBar, maximale Zuladung 100 kg. Typisch für ältere Autos und manche Transporter. |
| Erhöhte Dachreling | Smartrack XT | Universeller Relingträger als Komplettset mit 4 Füßen und 2 Trägern, Werkzeug liegt bei. Als Thule Smartrack XT SquareBar 118 wiegt das Set 5,03 kg, mit Aluträgern 4,1 kg. |
| Erhöhte oder integrierte Reling, Thule Edge | Edge Raised Rail, Edge Flush Rail | Füße für das Thule Edge System, je 4 Füße mit Schlössern. |
Wichtig: Die Zuladung des schwächsten Teils zählt. Stehen WingBar Evo mit 100 kg auf Evo Clamp Füßen, ist bei 75 kg Schluss, und auch nur dann, wenn dein Auto diese Dachlast überhaupt erlaubt.
Schritt 2: Der Lastträger, SquareBar Evo oder WingBar Evo
Die Lastträger sind die beiden Stangen quer über dem Dach. Thule bietet sie in verschiedenen Längen an. Globetrotter führt die SquareBar Evo in 127 und 135 cm, die 150 cm ist derzeit nicht lieferbar. Die WingBar Evo gibt es dort von 108 bis 150 cm, in Silber oder Schwarz.
| Lastträger | Profil | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|---|
| SquareBar Evo | Vierkantrohr aus Stahl, kunststoffbeschichtet | Robust, 100 kg Zuladung | Lauter im Fahrtwind, schwerer (127 cm Paar: 3,355 kg), kein T-Profil: Für DockGrip und Hull-a-Port Aero brauchst du Adapter |
| WingBar Evo | Aerodynamisches Flügelprofil | Weniger Windgeräusche, geringerer Luftwiderstand, T-Nut mit QuickAccess, 100 kg | Füße und Kit kommen extra dazu |
| ProBar Evo | Aluminium mit drei T-Nuten | Für schwere Lasten und mehrere Zubehörteile, 100 kg | Für Kajak allein oft mehr als nötig |
Unsere Empfehlung für Paddler: die WingBar Evo. Kajak- und SUP-Träger wie DockGrip oder Hull-a-Port Aero sitzen ohne Adapter in der T-Nut, und auf der Fahrt zum See rauscht es deutlich weniger. Die SquareBar Evo ist die günstige, robuste Wahl, wenn du nur ab und zu ein Boot transportierst. Der Hull-a-Port XTR passt laut Globetrotter auf beide.
Die Länge: Welche Länge zu deinem Auto passt, legt ebenfalls der Thule Fahrzeugfinder fest. Wer zwei Kajaks nebeneinander transportieren will, braucht eher die längere Variante.
Schritt 3: Das fahrzeugspezifische Kit
Autodächer sind unterschiedlich gewölbt. Damit ein Evo Clamp oder Evo Fixpoint Fuß exakt sitzt, liefert Thule für jedes Automodell ein eigenes Kit mit passenden Gummiauflagen und Halterungen. Thule schreibt dazu auf seiner Produktseite zum Evo Clamp, der Fuß sei Bestandteil eines kompletten Systems und benötige ein fahrzeugspezifisches Montagekit.
So findest du dein Kit: Gib im Fahrzeugfinder auf thule.com Hersteller, Modell, Baujahr und Dachform ein. Du bekommst die passende Kombination aus Fuß, Kit und Lastträger samt Länge. Diese Liste nimmst du mit zum Einkauf. Die Kits selbst führt Globetrotter im Onlineshop derzeit nicht, Füße und Lastträger schon.
Ehrlich gesagt: Kauf keinen Dachträger ohne den Fahrzeugfinder. Ein Fuß, der nicht exakt passt, verkratzt im besten Fall den Lack. Im schlimmsten Fall löst sich der Träger bei voller Fahrt.
Schritt 4: Kajakträger, Kanuträger und SUP-Träger
Erst jetzt kommt das Boot ins Spiel. Unten siehst du die beiden Lastträger als Basis und die Bootsträger, die Globetrotter im Programm hat. Maße und Zuladung stammen von den Produktseiten, Stand 4. Oktober 2026.
Thule WingBar Evo (Lastträger)
Die Basis für jeden Bootsträger: aerodynamischer Lastträger im 2er-Pack ohne Füße, mit T-Nut und QuickAccess für Zubehör, BoxBeam-Struktur und 100 kg maximaler Zuladung.
Für wen: alle, die regelmäßig mit Boot oder Board zum Wasser fahren.
Thule SquareBar Evo (Lastträger)
Vierkantrohre aus Stahl mit Kunststoffbeschichtung gegen Kratzer und für mehr Halt der Ladung. Lieferumfang 2 Träger, in 127 cm wiegen sie zusammen 3,355 kg, maximale Zuladung 100 kg.
Für wen: gelegentlicher Bootstransport, Transporter und ältere Autos.
Thule Hull-a-Port XTR
Abschließbarer Kajakträger: ein Kajak bis 34 kg liegend oder zwei Kajaks seitlich aufgestellt mit zusammen 59 kg. Spanngurte sowie Bug- und Heckverzurrung für ein Boot sind dabei, der Träger wiegt 5,6 kg.
Für wen: Kajakfahrer, die manchmal zu zweit unterwegs sind.
Thule DockGrip
Vier große, gepolsterte und einzeln drehbare Auflagen passen sich dem Rumpf an. Für Kajaks und SUPs bis 90 cm Breite und 40 kg, mit zwei Spanngurten von 400 cm. Gewicht 3,1 kg.
Für wen: wer mal das Kajak, mal das Board transportiert.
Thule Hull-a-Port Aero
Kajakträger für die T-Nut mit 34 kg maximaler Zuladung, damit auch für große Seekajaks. Bei Nichtgebrauch klappst du ihn flach. Gurte und Gummieinlagen zum Schutz des Boots sind dabei.
Für wen: ein Kajak, Träger bleibt dauerhaft auf dem Dach.
Im Sortiment von Globetrotter stehen außerdem der K-Guard, der Kayak Support für zwei aufrecht stehende Kajaks und der Hullavator Pro mit Hubhilfe für die ProBar Evo. Für SUPs und Surfboards gibt es die Surf Pads, die du auf den Lastträgern befestigst.
Und der Kanadier? Einen eigenen Kanuträger führt Globetrotter derzeit nicht. Thule baut dafür den Thule Portage, für SUPs den abschließbaren SUP Taxi XT und mit dem Compass einen Träger für ein bis zwei Kajaks oder SUPs. Diese Modelle findest du auf thule.com. Ein Canadier liegt kieloben auf den Lastträgern und wird zusätzlich an Bug und Heck abgespannt.
Dachlast: Rechne das Boot immer mit
Jedes Auto hat eine zulässige Dachlast. Du findest sie in der Betriebsanleitung. Sie gilt für alles, was auf dem Dach liegt: Füße, Lastträger, Bootsträger und Boot zusammen. Thule weist auch auf seiner Produktseite darauf hin, die vom Fahrzeughersteller angegebene maximale Dachlast nie zu überschreiten.
Ein Rechenbeispiel mit Werten von Globetrotter: Evo Clamp Füße 2,47 kg, SquareBar Evo 127 cm 3,355 kg, Hull-a-Port XTR 5,6 kg. Das sind schon rund 11,4 kg, bevor das Boot draufliegt. Mit einem 25 kg schweren Kajak kommst du auf etwa 36,4 kg. Erlaubt dein Auto nur 50 kg Dachlast, ist für ein zweites Kajak kaum noch Platz.
- Der kleinste Wert zählt: Dachlast des Autos, Zuladung der Füße, der Lastträger und des Bootsträgers. Der niedrigste dieser Werte ist deine Grenze.
- Nasses Boot wiegt mehr: Läuft Wasser ins Cockpit, wird das Kajak schnell schwerer. Leg es kieloben oder auf die Seite.
- Fahrverhalten: Mit Last auf dem Dach liegt das Auto anders in der Kurve und bremst länger. Fahr entsprechend vorsichtig.
- Nachziehen: Prüfe Gurte und Träger nach den ersten Kilometern und bei jeder Pause.
Wie weit das Boot vorn und hinten überstehen darf und wie du es kennzeichnest, erklären wir im Beitrag Mit dem Kanu im Straßenverkehr.
Welcher Thule Träger für wen?
| Du willst … | Unsere Empfehlung |
|---|---|
| ein Kajak transportieren | WingBar Evo plus Hull-a-Port Aero oder Hull-a-Port XTR |
| zwei Kajaks nebeneinander | WingBar Evo plus Hull-a-Port XTR, Dachlast prüfen |
| mal Kajak, mal SUP | WingBar Evo plus DockGrip |
| günstig und robust starten | SquareBar Evo plus Hull-a-Port XTR |
| einen Kanadier transportieren | Lastträger mit Füßen, Boot kieloben, Bug und Heck abspannen |
| ein Auto mit erhöhter Reling ohne Kit | Smartrack XT als Komplettset |
Tipp: Wenn du ein aufblasbares Boot fährst, brauchst du oft gar keinen Dachträger. Ein Luftkajak passt eingerollt in den Kofferraum. Mehr dazu in unserem Vergleich zum aufblasbaren Kajak.
Zubehör für den Bootstransport
Diese drei Teile von Thule machen das Laden leichter und schützen Boot, Paddel und Lack.

Thule Waterslide
Schutzmatte mit Gleitschicht, damit das Kajak beim Aufladen leichter rutscht und der Lack heil bleibt.
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Thule JawGrip
Hält Paddel, Ruder oder Masten mit Gummipolsterung sicher auf dem Dachträger.
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Thule Surf Pad Wide M
Zwei Schutzpolster für SUP-Boards und Surfbretter auf WingBar, ProBar und Xscape.
Preis prüfenWeitere Angebote rund ums Paddeln sammeln wir bei den Zubehör Deals.
FAQ: Häufige Fragen zum Thule Dachträger
Brauche ich für den Thule Kajakträger einen Dachträger?
Wie finde ich den passenden Thule Dachträger für mein Auto?
Was ist der Unterschied zwischen SquareBar Evo und WingBar Evo?
Wie viel darf ich auf den Thule Dachträger laden?
Kann ich ein SUP auf dem Thule Dachträger transportieren?
Gibt es einen Thule Kanuträger?
Passt mein alter Thule Kajakträger auf neue Lastträger?
Fazit: Erst der Dachträger, dann das Boot
Wer sein Kajak oder SUP sicher zur Kanutour bringen will, baut das System von unten auf: Fuß und Kit laut Thule Fahrzeugfinder, darauf die WingBar Evo oder die SquareBar Evo, und erst dann den passenden Bootsträger. Rechne immer die Dachlast mit. Was sonst noch ins Auto gehört, zeigt unsere Packliste für die Kanutour, weitere Marken findest du auf unserer Seite zu Globetrotter.
Deine Meinung zählt!
Wie bringst du dein Boot zum Wasser? Schreib uns deine Erfahrungen mit Dachträger und Kajakträger unten in die Kommentare, wir freuen uns auf den Austausch mit dir und der Kanu zum Frühstück-Community!
