2 x Gold für Kanu-Slalom Herren beim Auftaktweltcup in der Hohen Tatra

Am vergangenen Freitag startete die Weltcupsaison für die Slalomkanuten im slowakischen Liptovsky Mikulas. Beim Auftaktrennen in der Hohen Tatra schlugen sich insbesondere die Herren des Kanu-Slalom Team Deutschland unter den Augen gesamten Weltspitze prächtig.

2 mal Gold, 1 mal Bonze für das Kanu-Slalom Team Deutschland

Sideris Tasiadis holt Gold im C1 in der Canadier-Hochburg

Während die deutschen Teamkollegen bereits in der Qualifikation bzw. im Halbfinale ausschieden, gelang Sideris Tasiadis mit Platz 1 ein sicherer Einzug ins Finale, wo nun die neun besten Canadier-Einer Piloten auf ihn warteten. Seine Tipplatzierung verteidigte Tasiadis verbissen, wo doch gleich drei Slowaken versuchten vor heimischer Kulisse auf das Podium zu fahren. 0,5 Sekunden fehlten am Ende dem Lokalmatador Alexander Slafkovsky, den Deutschen von Platz 1 zu stoßen. Tasiadis über den Sieg beim Weltcupauftakt: Besonders war mir der mittlere Abschnitt gelungen, hier konnte ich viel Geschwindigkeit mitnehmen und dadurch in den nachfolgenden Torkombinationen entscheidende Zeit gutmachen. Es ist schon ein gutes Gefühl mit einem Sieg in die neue Weltcupsaison reinzugehen“

Endlich Weltcup-Gold für Sebastian Schubert

Die letzte Goldmedaille für Sebastian Schubert in einem Weltcup Rennen gab es 2014 in Augsburg. Da wurde es allerhöchste Zeit nachzulegen. Und das tat Schubert dann auch. Mit 92,06 Sekunden hatte er 0,71 Sekunden Vorsprung vor dem Polen Dariusz Popiela, der eine 2 Sekunden Zeitstrafe bekommen hatte. Dritter wurde der Brite Joseph Clarke. „Der ganze Sport hat sich seit der Saison 2013 und 2014 ein wenig verändert. Die Jungs im Finale gehen mehr Risiken ein, und genau das habe ich im Winter trainiert, um näher an die Tore zu kommen. Es scheint, dass es funktioniert hat.“ so Schubert nach dem Rennen. „Ich bin super glücklich. Ich habe drei Jahre auf einen Sieg gewartet, ich war so oft Zweiter, Dritter oder Vierter“, fügt der Sportler aus Hamm freudig hinzu.

Ricarda Funk mit Bronze beim Weltcupauftakt

Als einzige Athletin im Kajak-Einer aus dem Kanu-Slalom Team Deutschland ist Ricarda Funk, auf Platz zwei hinter Jessica Fox in das Finale eingezogen. Es zeichnete sich zunächst das wiederkehrende Duell Funk gegen Fox ab, doch da wollte die Österreicherin Corinna Kuhnle noch ein Wörtchen mitreden und legte eine Zeit vor, an der Ricarda Funk nicht mehr vorbei kam. Nur (na klar) Jessica Fox toppte mit 1,58 Sekunden das Ergebnis von Kuhnle und verdrängte die Österreicherin auf Platz 2 und Funk auf Platz 3. „Ich bin eigentlich zufrieden, die schwierige Kombination an Tor 16 und 17 habe ich gut bekommen, aber ein paar Kleinigkeit liefen nicht ganz so rund“, resümierte Funk, „Jetzt freue ich mich auf den kommenden Weltcup nächste Woche in Krakau.“

Das Fazit vom Chefcoach des Kanu-Slalom Team Deutschland zum Auftaktweltcup

„Mit diesem guten Ergebnis haben wir für den Weltcupauftakt nicht gerechnet. Das gibt natürlich jetzt Auftrieb und Motivation für die ganze Mannschaft. Man muss aber auch sagen, dass die Entscheidungen immer knapper werden und dass die Spitze immer mehr zusammenrückt. Dadurch wird es immer schwieriger, sich konstant oben zu platzieren. Sieg und Niederlage liegen sehr dicht beieinander.“

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