WM-Qualifikation im Kajak-Cross: Favoritenschreck und Youngster-Power in Markkleeberg
Der Kampf um die begehrten WM-Plätze im Kajak-Cross ist in dieser Saison so spannend wie nie zuvor. Das liegt vor allem an einer Regeländerung mit weitreichenden Folgen: Erstmals führt der Weg ins Nationalteam ausschließlich über die eigene Disziplin. Niemand kann sich mehr über die Leistungen im klassischen Kanuslalom „mitschleppen“ lassen. In Markkleeberg fiel nun der Startschuss für diesen harten Selektionsprozess.
Harte Selektion: Das neue Qualifikations-System
Die Bedingungen waren für alle Paddler gleich – und gnadenlos. Am ersten Wochenende in Markkleeberg mussten zwei Time-Trial-Rennen (Einzelzeitfahren) absolviert werden. Nur wer hier unter die Top 12 der Punktewertung kam, darf nächste Woche in Augsburg bei den packenden Kopf-an-Kopf-Rennen (Heats) an den Start gehen. Für viele ist der Traum von der Weltmeisterschaft damit bereits nach dem ersten Wochenende beendet.
Sensation durch Felix Sachers – Enttäuschung für Tillmann Röller

Die größte Überraschung der Herrenkonkurrenz lieferte zweifellos der erst 19-jährige Felix Sachers (Leipziger KC). Mit einem Sieg im ersten und einem zweiten Platz im zweiten Lauf katapultierte er sich an die Spitze der Gesamtwertung. Er ließ dabei erfahrene Größen wie Stefan Hengst und den Olympia-Dritten Noah Hegge hinter sich.
Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten: Tillmann Röller (KV Schwerte), der Deutschland 2024 noch den Olympia-Quotenplatz sicherte, schied überraschend aus. Ein herber Rückschlag für den Cross-Spezialisten, der zeigt, wie hoch das Niveau im deutschen Team mittlerweile ist.
Ricarda Funk mit Zittern – Andrea Herzog souverän

Bei den Damen zeigte Andrea Herzog (Leipziger KC), dass sie im Kajak-Cross endgültig angekommen ist. Die eigentliche Canadierspezialistin untermauerte ihre starke Form und setzte sich an die Spitze des Feldes.
Spannend machte es hingegen Weltstar Ricarda Funk. Nach einem Sieg im ersten Lauf rutschte sie durch einen Fehler im zweiten Rennen auf Rang 14 ab. Dank der starken ersten Leistung reichte es in der Gesamtwertung aber noch für Platz fünf – die Chance auf die WM bleibt also gewahrt. Besonders bemerkenswert: Auch Sideris Tasiadis, sonst im Canadier zu Hause, bewies seine Vielseitigkeit und qualifizierte sich auf Rang neun für die Heats.
Die Ergebnisse im Überblick: Wer fährt nach Augsburg?
Hier sind die Top-Platzierungen nach den Time-Trials, die nächste Woche in Augsburg um die WM-Tickets kämpfen:

So geht es in Augsburg weiter
In Augsburg wird es ernst: Die verbliebenen Athleten treten in direkten Duellen gegeneinander an. Insgesamt fließen vier Wertungen (Time-Trials und Heats) in die Endabrechnung ein, wobei das schlechteste Ergebnis gestrichen wird. Es bleibt also kaum Raum für Fehler.
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