Der Fall Laurence Vincent Lapointe – Internationaler Kanuverband hat entschieden

Der Internationale Kanuverband, kurz ICF, hat Laurence Vincent Lapointe von den Dopingvorwürfen im Sommer 2019 freigesprochen. Laurence Vincent Lapointe, elffache Weltmeisterin im Kanusport, wurde positiv auf Ligandrol getestet. Ligandrol wird in der Medizin gegen Krankheiten wie Osteoporose oder Muskelschwund eingesetzt. Das steroidähnliche Mittel ermöglicht einen raschen Muskelaufbau und lässt Dopingtests positiv anschlagen. Es ist somit nicht zur Steigerung der eignen Leistung zugelassen. Der 27-jährigen Weltmeisterin Lapointe drohte nach dem Dopingtest eine vierjährige Strafe. Der Traum der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 wäre damit geplatzt gewesen.

Die Kanadierin Vincent Lapointe ist von den Dopingvorwürfen frei gesprochen. (Bild: https://www.canoeicf.com/)

Ungewöhnliche Prozessentwicklung für Laurence Vincent Lapointe

Adam Klevinas, Lapointes Anwalt während des mehrmonatigen Falls, ist selbst überrascht über den Freispruch seiner Mandantin. Die Kanadierin wurde schlussendlich freigesprochen, da laut Anti-Doping-Kommission eine Drittkontamination vorlag. Letztlich wurden beim Dopingtest auch nur geringe Mengen Ligandrol festgestellt. Verantwortlich für die Kontamination sei ihr damaliger Freund gewesen. Über die Berührung mit dessen Körperflüssigkeiten sei Lapointe mit dem Stoff kontaminiert worden. Im Labor wurde eine Analyse einer Haarprobe ihres Exfreundes vorgenommen. Diese Grundlage sah der ICF als zureichenden Beweis an, dass Vincent Lapointe nicht absichtlich Ligandrol zu sich genommen hatte. Folglich wurde die Kanutin freigesprochen. Anschließend durfte sie unmittelbar wieder ins Training einsteigen und an Wettkämpfen teilnehmen.

Laurence Vincent Lapointe beteuerte von Anfang an ihre Unschuld. Doch auch durch den ICF erhielt die Sportlerin zeitnah Unterstützung. Der Kanuverband glaubte anfangs an kontaminierte Nahrungsergänzungsmittel. Er bestätigte, dass er an der Seite der 27-jährigen Athletin stehe. Aufgrund der Vorwürfe verpasste Lapointe die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Da sie nun aber freigesprochen wurde, kann sie sich ihren Platz für Olympia während der Qualifikationsrennen in Duisburg sichern.

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