Covid erzwingt weitere Änderungen im internationalen Kanuprogramm

Der Internationale Kanu-Verband (ICF) und die Panamerikanische Kanu-Förderation (COPAC) waren gezwungen, die Olympia-Qualifikationswettkämpfe für den Kanu-Slalom in Rio im nächsten Monat abzusagen. Es gibt weiterhin Bedenken wegen der Verbreitung von Covid-19. Nun sind Gespräche mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOCV) geplant, um die Zuteilung der verbleibenden Olympia-Quoten für die COPAC-Region festzulegen.

„In einer perfekten Welt hätten wir die besten Kanuslalom-Paddler aus der COPAC-Region in Rio versammelt, die alle die gleichen Trainingsmöglichkeiten gehabt hätten und um ein Ticket für die Olympischen Spiele kämpfen würden. Aber dies ist keine perfekte Welt. COPAC, die Organisatoren und die ICF haben so hart wie möglich gearbeitet, um dieses Event zu veranstalten, aber leider macht es uns die Situation in Brasilien unmöglich, Athleten und Offizielle zu den Wettkämpfen nach Rio einzuladen.“, sagte ICF-Generalsekretär Simon Toulson.

Auch 3 Events in Europa werden verschoben

Der deutsche Herren K4 auf dem Weg zu WM-Gold. Damals war von Covid noch keine Rede (Foto: www.pictrs.com/mati)

Die ICF war außerdem gezwungen, drei Veranstaltungen in Europa wegen der Unsicherheit über das Coronavirus zu verschieben. Die ICF-Weltmeisterschaften im Stand Up Paddling in Ungarn, die Junioren- und U23-Weltmeisterschaften im Kanu-Rennsport in Portugal und der ICF-Weltcup im Wildwasserkanu in Frankreich wurden alle auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr verschoben.

„Es gibt viele Teile der Welt, in denen die Athleten immer noch nicht reisen oder gar trainieren können. Wir haben die Entscheidung getroffen, dass es besser ist, diese Veranstaltungen bis zu einem Zeitpunkt zu verschieben, an dem wir die Wettkämpfe auf eine viel sicherere und fairere Weise durchführen können. Alle drei betroffenen Austragungsländer sind sehr erfahren in der Ausrichtung von Kanu-Großveranstaltungen, sodass wir zuversichtlich sein können, dass alle drei verschobenen Veranstaltungen von außergewöhnlicher Qualität für alle Beteiligten sein werden.“ so der ICF-Generalsekretär Simon Toulson weiter.

Die Verschiebungen der Events sehen wie folgt aus:

  • Die ICF SUP-Weltmeisterschaften, die im Juni in Balatonfured, Ungarn, stattfinden sollten, werden nun am gleichen Ort am Wochenende vom 9. bis 12. September ausgetragen.
  • Die ICF Junioren- und U23-Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften, die im Juli in Montemor-o-Velho, Portugal, stattfinden sollten, sind nun für den 3. bis 6. September, ebenfalls am gleichen Ort, geplant.
  • Die ersten drei ICF Wildwasser-Kanu-Weltcups waren im Mai in Treignac, Frankreich, geplant, werden nun aber vom 1. bis 3. Oktober ausgetragen.

Hannes Wagner

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