Tom Liebscher: „Jugendolympiade ist perfekt für aufstrebende Kanuten“

Tom Liebscher erinnert sich nicht wirklich an sein Rennen bei den ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur 2010, aber er hat eine klare Erinnerung an die Atmosphäre und die Aufregung, die mit seinem ersten Start bei einem großen Multisportereignis verbunden war.

Tom Liebscher bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur 2010

Der Vorzeigesportler vom Kanu Club Dresden ist nun Olympiasieger und dreimaliger Weltmeister, unter anderem gewann er bei den Kanu-Rennsport Weltmeisterschaften in Racice (Tschechien), den Titel m Kajak Einer über 1.000m. 2010 musste Liebscher sich noch mit Silber begnügen.

„Es war wichtiger, andere Sportler aus anderen Ländern und Sportarten zu treffen, mehr über andere Kulturen zu erfahren und sich mit Menschen aus aller Welt für das kommende Leben zu verbinden.“

„An das Rennen selbst erinnere ich mich nicht mehr so richtig, nur an meinen Gegner Sandor Totka aus Ungarn“, erinnert sich Liebscher. „Aber am Ende war das nicht das Wichtigste, was das internationale olympische Komitee uns lehren wollte. Es war wichtiger, andere Sportler aus anderen Ländern und Sportarten zu treffen, mehr über andere Kulturen zu erfahren und sich mit Menschen aus aller Welt für das kommende Leben zu verbinden.“ so Liebscher.

Die Olympischen Jugendspiele als erster Meilenstein zu den Olympischen Spielen

Noch in diesem Jahr werden in Buenos Aires (Argentinien), die dritten Olympischen Jugendspiele ausgetragen, bei denen einige der talentiertesten jungen Sportler der Welt zusammenkommen. Mehrere Weltklasse-Kanusportler starteten bei einer Jugendolympiade, darunter Olympioniken und Weltmeister, wie Jessica Fox, Jakub Grigar, Jiri Prskavec und Anze Urankar.

„Die Atmosphäre im Olympischen Dorf der Jugendspiele weckte in mir die Sehnsucht, es zu den Olympischen Spielen zu schaffen.“

Für diese Topathleten, auch für Liebscher, war es ein Anreiz, der ihnen die Entschlossenheit gab, auf höchstem Niveau zu konkurrieren. „Ja, natürlich“, sagt Liebscher. „Die Atmosphäre im Olympischen Dorf der Jugendspiele weckte in mir die Sehnsucht, es zu den Olympischen Spielen zu schaffen.“ Es ist wie bei den Olympischen Spielen, man hat nur alle vier Jahre die Chance, sich zu qualifizieren. Deshalb ist es ein besonderes Ereignis. Und Buenos Aires ist zudem auch eine sehr schöne Stadt.“ Der internationale Kanu-Verband wird im Februar in Barcelona eine Qualifikation veranstalten, bei dem Athleten aus der ganzen Welt erwartet werden, die die Chance haben, in die Fußstapfen von Liebscher zu treten.

Das Kanufahren bei den Olympischen Jugendspielen ist eine Mischung aus Kanu-Rennsport, Kanu-Slalom und Kanu-Wildwasser, was es zu einem einzigartigen Event macht, an dem alle teilnehmen können. Insbesondere aufgrund diesen Formats sollten junge Kanuten alles dafür tun, um bei den Olympischen Jugendspielen dabei zu sein glaubt Liebscher. „Manchmal ist es für junge Athleten besser, sich nicht zu sehr auf die Senioren-Olympiade zu konzentrieren“, sagte er. „Zum Beispiel die Entscheidung, für 200m oder 1000m zu trainieren. Meiner Meinung nach ist also eine andere Veranstaltung als die normalen Veranstaltungen für solche jungen Athleten gar nicht so schlecht.“ so Tom Liebscher. „Sie haben genug Wettkämpfe auf die normale Art und Weise.“

Die Quali in Barcelona für die Olympischen Jugendspiele

Vom 12. bis 15. April findet in Barcelona die Kanu-Welt-Qualifikation der Olympischen Jugendspiele statt, und vom 6. bis 18. Oktober finden in Buenos Aires die Olympischen Jugendspiele 2018 statt. Interessierte Athleten wenden sich bitte an dein Deutschen Kanu-Verband, Schweizer Kanu-Verband bzw. den Österreichischen Kanu-Verband, um nähere Informationen zur Qualifikation zu erhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.