2 Weltmeistertitel für den DKV am 1. Finaltag bei der Kanu-Rennsport WM 2017 in Racice

Aktuell finden die Kanu-Rennport Weltmeisterschaften im tschechischen Racice statt. Der Saisonhöhepunkt für die Auswahlmannschaft des DKV um Sebastian Brendel.

2 x Gold und 2 x Silber am 1. Finaltag für den DKV bei der Kanu-Rennsport WM 2017 in Racice

Sabrina Hering sorgt für eine Überraschung am Samstag Vormittag

Überraschend startete der Deutsche Kanu-Verband mit Sabrina Hering unserem „Hering zum Frühstück“ in den Samstag. In einem starken Rennen im K1 500m (Olympische Disziplin) erkämpfte sich Sabrina einen großartigen 4.Platz und hat sich nun endgültig in der absoluten Weltspitze eingefunden. Unglaublich wie sie sich im Laufe der Saison noch gesteigert hat. Das lässt hoffen auf die Zukunft. Ich sag nur Tokio 2020.

Erster Paukenschlag für den DKV durch Tom Liebscher

Für den nächsten Paukenschlag am Samstag Vormittag bei der Kanu-Rennsport WM 2017 in Racice sorgte Tom Liebscher vom KC Dresden im Kajak Einer auf der 1.000m Distanz. Tom startete in die Strecke als würde er 200m fahren und führte das Feld über die ersten 300m an. Ab der 300m Marke übernahm das dann der Portugiese Fernando Pimenta, knapp gefolgt vom Lokalmatador und Olympia Zweiten aus Rio Josef Dostál. Die 500m Marke durchpaddelte der Dresdner als fünfter. Der ZDF Reporter Norbert Galeske hatte Tom schon fast aufgegeben und sprach nur noch von Pimenta und Dostál. Wer Tom allerdings kennt, der weiß, da geht noch was. Bei der 750m Marke war Tom schon wieder dritter 1.3 sec hinter dem nun führenden Tschechen. Tja und jetzt ging es los. Unnachahmlich riss Tom seinen Endspurt an und fuhr Schlag für Schlag erst am Tschechen, dann auch noch am Portugiesen vorbei und wurde WELTMEISTER im K1 1.000m. Was für ein Rennen!!!

Für das nächste riesen Ding sorgte der Potsdamer Sebastian Brendel.

Sebastian Brendel so wie wir ihn kennen

Der Potsdamer Sebastian Brendel sicherte dem Deutschen Kanu-Verband, ich möchte sagen, im „Sebastian-Brendel-Style“ den zweiten Weltmeistertitel bei der Kanu-Rennsport WM 2017 in Racice. Das Brendel immer für einen Titel gut ist, das war sogar Norbert Galeske vom ZDF klar und somit keine Neuigkeit. Das die Rennstruktur von Brendel mit einem gewissen Spannungsbogen einhergeht, ist auch allen bekannt. Aber hier nun unsere Frage an Brendel und dem Canadier Herren Bundestrainer Ralph Welke: Muss das denn sein? In meinen jungen Jahren bekomme ich immer einen halben Schlaganfall!!! Der Potsdamer startete ordentlich in die 1.000m und durchquerte die 250m Marke als Dritter hinter dem Tschechen Martin Fuksa und dem Russen Kirill Shamshurin. Der Russe hielt sich allerdings nicht lange in der Führungsspitze und so war Brendel schon Zweiter bei der 500m Marke 1 sec. hinter Fuksa, dem Tschechen. Als Zuschauer denkt man nun: „Jetzt muss der Brendel aber langsam eine Kohle draufpacken“. Das tat Brendel nicht und lies den Abstand zum Tschechen auf 1,2 sec. anwachsen. Junge, Junge, was der Ralph Welke da immer mitmachen muss … Nun ging es aber los! Mit kräftigen Schlägen und Schaum vor dem Mund fuhr Sebastian Brendel, so wie wir ihn kennen, am Tschechen vorbei und wurde ebenfalls WELTMEISTER in Racice. Wahnsinn!

Nun sind wir Kanuten natürlich erfolgsverwöhnt. Uns muss aber klar sein, nicht jeder kann Weltmeister werden, denn die anderen Nationen schlafen auch nicht, wie man noch zu Beginn der Saison beim Weltcup in Szeged gesehen hat. Ja, wir freuen uns auch riesig über Vize-Weltmeister. Insbesondere über diese!!!

Weber und Dietze holen Silber

Nach Silber bei der Kanu-Rennsport WM 2017 in Racice sah es für Franziska Weber und Tina Dietze auf der 500m Strecke nicht immer aus. Nach einem ordentlichen Start durchquerten die Beiden die 250m Marke auf dem 6.Platz. Die führenden Neuseeländerinnen Lisa Carrington und Caitlin Ryan waren bereits über alle Berge. „Wo bleibt das Deutsche Boot?“ so ZDF Reporter Norbert Galeske im live Kommentar. Das kam auf den letzten Metern! Tina Dietze auf Zwei zündete den Turbo und schob die Mädels auf den zweiten Rang hinter Carrington und Ryan, die heute auf einem anderen Level gepaddelt sind. Wahnsinn! Auch hier macht sich ein starker Endspurt für den DKV mehr als bezahlt. Großartig Mädelzzz!

Das die eine Bootsbesetzung im Damen K2 aus Potsdam und Leipzig erfolgversprechend ist, bewiesen ebenfalls zwei andere junge Damen auf der 1.000m Distanz.

Vize-Weltmeister Titel für Tabea Medert und Melanie Gebhardt

Tabea Medert aus Potsdam und Melanie Gebhardt aus Leipzig begannen ihr 1.000m Rennen mit einem Fehlstart und dementsprechend auch mit einer Verwarnung. Aber sie blieben cool, obwohl es danach erst nicht ausgesehen hat. Die ersten 250m absolvierten sie als siebend schnellstes Boot. Die Mädels ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und zogen Ihren Rennplan durch. Bei der 500m Marke konnten sie einen Platz gut machen und waren 1.7 sec. hinter dem führenden Boot aus Ungarn. Und weiter nach Plan! Nach und nach brachen die anderen Boote ein während Tabea Medert und Melanie Gebhardt ihren Stil weiterfuhren und sogar schneller wurden. Die 750m passierten sie als Dritte hinter den Booten aus Kasachstan und Ungarn. Jetzt zündeten die Beiden den Endspurt und fuhren sogar noch bei den Kasachen vorbei auf Platz 2. Die beiden Ungarinnen waren leider nicht mehr zu kriegen und hatten am Ende einen passablen Vorsprung von 5 sec. Starker 2. Platz von den Deutschen!!!

Insgesamt kann der Deutsche Kanu-Verband sehr zufrieden mit den Resultaten des ersten Finaltages sein. Weitere Ergebnisse vom ersten Finaltag bei der Kanu-Rennsport WM 2017 in Racice gibt es hier. Morgen, am Sonntag, startet das erste A-Finale um 10.02 Uhr mit dem K4 1.000m der Herren.

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