Manuel Lauble verteidigt seinen Titel im SUP-Sprint
Es waren 25,806 Sekunden, und zwar zweimal. Beim Sprintfinale der Masters 40+ bei der Weltmeisterschaft im Stand-up-Paddling in Sabaudia kamen Manuel Lauble und der Argentinier Lucas Correa so gleichzeitig ins Ziel, dass die Zeitnahme auf drei Nachkommastellen keinen Unterschied fand. Gewertet wurde Lauble auf Platz eins. Er ist damit zum zweiten Mal in Folge Weltmeister.
Die deutsche Sprintbilanz
- Gold: Manuel Lauble, Masters 40+ Herren.
- Silber: Marlon Daskiran, Junioren.
- Vierter: Peter Weidert, Masters 50+ Herren.
- Finalteilnahmen: 14 deutsche Starterinnen und Starter.
- Noch offen: Technical Race und Langstrecke.
Ein Finale, das die Uhr nicht trennen konnte
Der Sprint über 100 Meter ist die kürzeste Disziplin im SUP-Rennsport. Die Rennen dauern selten länger als eine halbe Minute, und sie werden auf der ersten Hälfte entschieden: Wer den Start verpasst, holt das auf der kurzen Bahn nicht mehr auf.
Lauble lag am Ende exakt auf der Zeit von Correa. Bronze ging an Ryohei Yoshida aus Japan, der einen Zehntel langsamer war. Dahinter folgte mit Hermann Husslein ein weiterer Fahrer mit deutscher Geschichte: Er stammt aus Hanau und startet für Thailand.
Für Lauble ist es die Fortsetzung einer Serie. Bei der Weltmeisterschaft im Vorjahr hatte er in seiner Altersklasse sowohl den Sprint als auch die Langstrecke gewonnen. Der Sprinttitel ist damit verteidigt, der zweite steht noch aus.
Marlon Daskiran holt Silber bei den Junioren
Das zweite deutsche Edelmetall kam aus dem Nachwuchs. Marlon Daskiran aus Berlin fuhr im Finale der Junioren auf Platz zwei, in 23,965 Sekunden. Schneller war nur der Rumäne Matei Barbu, der nach 23,748 Sekunden anschlug. Zwei Zehntel trennten die beiden, Bronze ging an den Portugiesen Lourenco Viveiros.
Bemerkenswert ist die Zeit selbst. Daskirans 23,965 Sekunden hätten im Finale der offenen Klasse für Platz zwei gereicht, dort gewann der Litauer Vadim Korobov in 23,319 Sekunden. Der Junior war also schneller als sieben der acht Fahrer im stärksten Feld des Tages.
Daskiran ist nicht allein in Sabaudia: Mit Laila Daskiran steht auch bei den Juniorinnen eine Starterin desselben Namens im Feld, sie kam auf Platz 19.
Peter Weidert verliert seinen Titel um elf Hundertstel
Der zweite deutsche Titelverteidiger dieses Tages ging leer aus. Peter Weidert war bei den Masters 50+ als Sprint-Weltmeister nach Italien gekommen und wurde Vierter. Auf Bronze fehlten ihm elf Hundertstelsekunden, das ist auf 100 Metern weniger als eine halbe Bootslänge.
Gewonnen hat die Klasse Chris Stringer aus Kanada, vor seinem Landsmann Tommy Buday und Zhomart Satubaldin aus Kasachstan. Für Weidert bleibt das Technical Race am Samstag, in dem er ebenfalls Titelverteidiger ist.
Alle deutschen Platzierungen im Sprint
Insgesamt kamen 14 Starterinnen und Starter aus Deutschland in eines der drei Finals ihrer Klasse. Die Plätze neun bis 16 wurden im B-Finale ausgefahren, die Plätze 17 bis 24 im C-Finale.
| Platz | Name | Klasse | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Manuel Lauble | Masters 40+ Herren | 25,806 s |
| 2 | Marlon Daskiran | Junioren | 23,965 s |
| 4 | Peter Weidert | Masters 50+ Herren | 27,501 s |
| 7 | Viktor Kraus | Masters 40+ Herren | 27,661 s |
| 8 | Skadi Langbein | Open Damen | 31,846 s |
| 9 | Sonja Straub | Masters 50+ Damen | 36,447 s |
| 9 | Martin Teichmann | Masters 40+ Herren | 26,737 s |
| 10 | Benyam Bossack | Junioren | 25,001 s |
| 10 | Normen Weber | Open Herren | 23,924 s |
| 15 | Andri Hack | Junioren | 26,113 s |
| 18 | Christina Funke | Masters 50+ Damen | 37,767 s |
| 19 | Katharina Rusbuldt | Masters 50+ Damen | 38,529 s |
| 19 | Laila Daskiran | Juniorinnen | 32,150 s |
| 20 | Arnd Dunzinger | Masters 50+ Herren | 29,989 s |
Auffällig ist, wo die Erfolge herkommen. Beide Medaillen und die meisten Finalplätze fallen in die Masters-Klassen und in den Nachwuchs. In der offenen Klasse, in der die international am höchsten gehandelten Titel vergeben werden, blieben Skadi Langbein als Achte und Normen Weber als Zehnter die besten Deutschen. Das entspricht genau dem Zuschnitt der Mannschaft: Von den 52 deutschen Meldungen entfallen nur sieben auf die offenen Klassen.
Wie es weitergeht
Die WM läuft noch bis Sonntag. Am Samstag steht das Technical Race an, ein Kurs mit Bojenwenden und Start und Ziel an Land, am Sonntag die Langstrecke über mehrere Kilometer sowie die Rennen auf aufblasbaren Boards. In beiden Disziplinen sind Deutsche Titelverteidiger: Weidert im Technical Race, Lauble auf der Langstrecke.
Übertragen werden die Rennen auf dem YouTube-Kanal Planet Canoe. Den vollständigen Zeitplan, das gesamte deutsche Aufgebot und die Hintergründe zum Austragungsort haben wir in unserer Übersicht zur SUP-WM in Sabaudia zusammengestellt. Wer selbst aufs Board will, findet die Grundlagen in unserem Ratgeber zum Stand-up-Paddling, und die nächsten Termine stehen im Terminkalender.
☕ Kaffee spendieren und Kanu zum Frühstück unterstützen
Hinter Kanu zum Frühstück steckt kein Medienkonzern, sondern echtes Herzblut für den Kanu- und Wassersport. Wenn du magst, dass wir solche Berichte weiter schreiben, freuen wir uns über einen Kaffee.
☕ Jetzt Kanu zum Frühstück einen Kaffee spendieren ➞Häufige Fragen zum deutschen Erfolg in Sabaudia
Wer ist Sprint-Weltmeister der Masters 40+ 2026?
Wie kann ein Rennen zeitgleich ausgehen?
Wie viele Deutsche sind bei der SUP-WM 2026 am Start?
Welche Wettkämpfe stehen bei der SUP-WM noch aus?
- Manuel Lauble verteidigt seinen Titel im SUP-Sprint - 16. Oktober 2026
- Die Eskimorolle: was sie ist und wie du sie lernst - 14. Oktober 2026
- KANU2040: Ich habe mitgemacht, und du solltest auch - 12. Oktober 2026
