Manuel Lauble ist Doppelweltmeister von Sabaudia
Einen Tag nach seinem Sprinttitel hat Manuel Lauble bei der Weltmeisterschaft im Stand-up-Paddling in Sabaudia auch das Technical Race der Masters 40+ gewonnen. Dazu kamen zwei Silbermedaillen: Peter Weidert fehlten bei den Masters 50+ ganze 0,33 Sekunden zum Titel, Marlon Daskiran holte bei den Junioren sein zweites Silber dieser WM.
Der Samstag auf einen Blick
- Gold: Manuel Lauble, Masters 40+ Herren.
- Silber: Peter Weidert, Masters 50+ Herren.
- Silber: Marlon Daskiran, Junioren.
- Deutsche Medaillen insgesamt: fünf nach zwei Finaltagen.
- Am Sonntag: die Langstrecke, Lauble ist Titelverteidiger.
Zwei Titel an zwei Tagen
Das Technical Race ist die taktischste der drei Disziplinen. Gefahren wird im Massenstart über einen Kurs mit Bojenwenden, die Renndauer liegt bei etwa fünf Minuten. Wer an der falschen Stelle im Feld steht, verliert an jeder Wende Meter, die kaum aufzuholen sind.
Lauble fuhr in 4:48,46 Minuten ins Ziel und hatte am Ende gut vier Sekunden Vorsprung auf den Japaner Ryohei Yoshida, der ihm schon im Sprint auf Platz drei gefolgt war. Bronze ging an Roberto Canedo aus Spanien.
Für Lauble ist es der zweite Titel binnen zwei Tagen und zugleich ein neuer: Bei der vergangenen WM hatte er in seiner Altersklasse den Sprint und die Langstrecke gewonnen, das Technical Race aber nicht. Am Sonntag steht die Langstrecke an, auf der er Titelverteidiger ist. Gewinnt er auch dort, hätte er alle drei Titel seiner Klasse bei einer einzigen Weltmeisterschaft.
Nicht allein blieb er im Finale: Martin Teichmann wurde Fünfter, damit standen zwei Deutsche unter den besten fünf der Klasse.
0,33 Sekunden fehlen Peter Weidert
Bei den Masters 50+ lieferte Peter Weidert das knappste Rennen des Tages. Nach fünf Minuten und einem Kurs voller Wenden trennten ihn vom Franzosen Michael Fargier genau 0,33 Sekunden. Das ist bei dieser Renndauer etwa ein Promille der Gesamtzeit.
Weidert war als Titelverteidiger ins Rennen gegangen und gibt den Titel damit ab, anders als im Sprint am Vortag aber mit einer Medaille. Bronze holte sich Tommy Buday aus Kanada, der schon im Sprint auf dem Podest gestanden hatte.
Weiter hinten in derselben Klasse kamen Arnd Dunzinger auf Rang 14 und Gerd Weisner auf Rang 22.
Daskiran fährt eine Zeit, die im Erwachsenenfeld gereicht hätte
Bei den Junioren wiederholte Marlon Daskiran sein Sprintergebnis und wurde erneut Zweiter. Gewonnen hat der Japaner Tatsuma Nishikawa in 4:36,85 Minuten, Daskiran folgte nach 4:44,50 Minuten.
Diese Zeit lohnt einen zweiten Blick. Im Finale der offenen Klasse, das eine halbe Stunde später über denselben Kurs ging, siegte Aaron Sánchez in 4:37,39 Minuten. Daskirans Zeit hätte dort rechnerisch für das Podest gereicht. Die Rennen lassen sich wegen Taktik und Bedingungen nicht direkt vergleichen, die Größenordnung sagt aber einiges über das Niveau des Berliners, der Jahrgang 2008 ist.
Dahinter wurde Benyam Bossack Fünfter, Andri Hack kam auf Rang 14. Auch bei den Junioren standen damit zwei Deutsche unter den besten fünf.
Alle deutschen Platzierungen im Technical Race
| Platz | Name | Klasse | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Manuel Lauble | Masters 40+ Herren | 4:48,46 |
| 2 | Marlon Daskiran | Junioren | 4:44,50 |
| 2 | Peter Weidert | Masters 50+ Herren | 5:01,35 |
| 5 | Benyam Bossack | Junioren | 4:53,78 |
| 5 | Martin Teichmann | Masters 40+ Herren | 5:11,05 |
| 14 | Andri Hack | Junioren | 5:08,99 |
| 14 | Arnd Dunzinger | Masters 50+ Herren | 5:44,45 |
| 16 | Normen Weber | Open Herren | 5:40,73 |
| 21 | Skadi Langbein | Open Damen | 5:40,39 |
| 22 | Sonja Straub | Masters 50+ Damen | 6:29,10 |
| 22 | Gerd Weisner | Masters 50+ Herren | 5:44,91 |
Elf deutsche Starterinnen und Starter kamen in eines der Finals, drei davon aufs Podest. Zusammen mit dem Sprint vom Freitag stehen nach zwei Finaltagen fünf Medaillen zu Buche. Die vollständige Bilanz des ersten Finaltags steht im Bericht zu den Sprintfinals.
Alle acht Titel im Technical Race
| Klasse | Weltmeister | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| Open Herren | Aaron Sánchez | Spanien | 4:37,39 |
| Open Damen | Mariecarmen Rivera | Puerto Rico | 5:04,28 |
| Junioren | Tatsuma Nishikawa | Japan | 4:36,85 |
| Juniorinnen | Bianca Toncelli | Spanien | 5:20,95 |
| Masters 40+ Herren | Manuel Lauble | Deutschland | 4:48,46 |
| Masters 40+ Damen | Laura Quetglas | Spanien | 5:32,05 |
| Masters 50+ Herren | Michael Fargier | Frankreich | 5:01,01 |
| Masters 50+ Damen | Katerina Trdlova | Tschechien | 5:44,05 |
In den offenen Klassen drehte sich das Bild des Vortags. Bei den Damen gewann Mariecarmen Rivera aus Puerto Rico, die im Sprint noch hinter Cecilia Pampinella geblieben war; die Italienerin kam diesmal auf Platz vier. Bei den Herren setzte sich Aaron Sánchez durch und verteidigte seinen Titel aus Abu Dhabi, vor Noic Garioud aus Frankreich und dem US-Amerikaner Connor Baxter.
Am Sonntag die Langstrecke
Zum Abschluss der WM steht am Sonntag die Langstrecke über mehrere Kilometer an, dazu die Rennen auf aufblasbaren Boards und das Langstreckenrennen der Kinder. Für das deutsche Team ist es die letzte Gelegenheit auf Edelmetall, für Lauble die Chance auf den dritten Titel dieser Weltmeisterschaft.
Übertragen werden die Rennen auf dem YouTube-Kanal Planet Canoe. Zeitplan, Austragungsort und das gesamte deutsche Aufgebot stehen in unserer Übersicht zur SUP-WM in Sabaudia. Die nächsten Termine der Saison sammelt der Terminkalender.
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Was ist das Technical Race beim Stand-up-Paddling?
Wie viele Titel hat Manuel Lauble bei der SUP-WM 2026 gewonnen?
Wie knapp war das Finale der Masters 50+?
Wie viele deutsche Medaillen gab es bisher in Sabaudia?
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