Manuel Lauble gewinnt auch die Langstrecke und ist dreifacher Weltmeister
Drei Starts, drei Titel: Manuel Lauble hat bei der Weltmeisterschaft im Stand-up-Paddling in Sabaudia auch die Langstrecke der Masters 40+ gewonnen. Nach dem Sprint am Freitag und dem Technical Race am Samstag macht er damit den Dreifacherfolg perfekt. Das ist vor ihm erst zwei deutschen Paddlern gelungen.
Der Sonntag auf einen Blick
- Gold: Manuel Lauble, Masters 40+ Herren, in 1:09:14,32 Stunden.
- Bronze: Peter Weidert, Masters 50+ Herren.
- Bronze: Benyam Bossack, Junioren.
- Deutsche Medaillen: acht in den drei klassischen Disziplinen, dreimal Gold.
- Das Besondere: Lauble ist nach Susanne Lier und Peter Weidert der dritte deutsche SUP-Dreifachweltmeister.
Zwölf Sekunden auf dem Lago di Paola
Auf der Langstrecke zählt nicht der eine explosive Moment, sondern die Einteilung über mehr als eine Stunde. Lauble überquerte die Ziellinie nach 1:09:14,32 Stunden als Erster. Auf den Niederländer Joep van Bakel hatte er am Ende 12,51 Sekunden Vorsprung, auf den drittplatzierten Japaner Ryohei Yoshida 26,75 Sekunden.
| Platz | Name | Land | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Manuel Lauble | Deutschland | 1:09:14,32 |
| 2 | Joep van Bakel | Niederlande | 1:09:26,83 |
| 3 | Ryohei Yoshida | Japan | 1:09:41,07 |
Gemessen an der Gesamtzeit liegt der Abstand zum Zweiten bei rund drei Promille. Nach gut 69 Minuten Rennzeit trennten die ersten drei keine halbe Minute.
Zwei weitere deutsche Medaillen
Lauble war an diesem Sonntag nicht der einzige Deutsche auf dem Podest. Peter Weidert holte bei den Masters 50+ Bronze. Nach 1:12:25,68 Stunden kam er ins Ziel, geschlagen nur vom Ungarn Gabor Szabo und dem Kanadier Tommy Buday. Für Weidert ist es die zweite Medaille dieser Weltmeisterschaft nach dem Silber im Technical Race.
Bei den Junioren fuhr Benyam Bossack auf Rang drei. Seine 1:06:38,13 Stunden waren die schnellste deutsche Langstreckenzeit des Tages, denn das Juniorenrennen lief schneller als das der Masters. Vor ihm blieben nur der Japaner Tatsuma Nishikawa und der Italiener Gianluca Corriero.
Die deutsche Bilanz der drei klassischen Disziplinen: dreimal Gold durch Manuel Lauble, dreimal Silber durch Marlon Daskiran (zweimal) und Peter Weidert sowie zweimal Bronze durch Weidert und Benyam Bossack. Macht acht Medaillen.
Laubles drei Titel von Sabaudia
Die drei Siege kamen auf sehr verschiedenen Wegen zustande. Im Sprint über 100 Meter fand die Zeitnahme selbst auf drei Nachkommastellen keinen Unterschied zum Argentinier Lucas Correa, beide bekamen Gold. Das Technical Race entschied Lauble über die Wenden. Auf der Langstrecke war es die Einteilung über mehr als eine Stunde.
| Disziplin | Tag | Ergebnis |
|---|---|---|
| Sprint, 100 m | Freitag | Gold in 25,806 Sekunden, zeitgleich mit Lucas Correa |
| Technical Race, 1.000 m | Samstag | Gold |
| Langstrecke | Sonntag | Gold in 1:09:14,32 Stunden |
Wie knapp der Sprint ausging, haben wir im Bericht Manuel Lauble verteidigt seinen Titel im SUP-Sprint aufgeschrieben. Den Samstag schildert Manuel Lauble ist Doppelweltmeister von Sabaudia.
Susanne Lier machte 2021 den Anfang
Die Geschichte der deutschen Dreifachsiege im Stand-up-Paddling beginnt 2021 am Balaton. Bei der Weltmeisterschaft in Balatonfüred gewann Susanne Lier drei Goldmedaillen in der Klasse Women 40+. Ihre eigene Erfolgsliste führt diese WM bis heute als den Höhepunkt mit drei Titeln in einem Jahr.
Ein Jahr später legte sie im polnischen Gdynia nach: Gold im Technical Race der 40+, dazu Silber im Sprint. 2023 kamen in Thailand Silber und Bronze hinzu. Lier ist damit vierfache Weltmeisterin.
Peter Weidert wiederholte es 2024 in Florida
Drei Jahre nach Lier gelang Peter Weidert dasselbe Kunststück. Bei der Weltmeisterschaft 2024 im Nathan Benderson Park von Sarasota in Florida gewann er in der Klasse Masters 50+ alle drei Einzeldisziplinen: Sprint, Technical Race und Langstrecke. Der Deutsche Kanu-Verband titelte damals schlicht, Weidert hole „das Tripple“.
Dass er auch in Sabaudia zur Spitze gehört, hat er mit Silber im Technical Race und Bronze auf der Langstrecke gezeigt. Im Sprint war er als Titelverteidiger angetreten und verlor das Finale um elf Hundertstelsekunden.
Drei Namen, neun Titel
Damit stehen drei deutsche Namen für den Dreifacherfolg bei einer SUP-Weltmeisterschaft, alle in den Altersklassen.
| Jahr | Weltmeisterschaft | Sportler | Klasse |
|---|---|---|---|
| 2021 | Balatonfüred, Ungarn | Susanne Lier | Women 40+ |
| 2024 | Sarasota, USA | Peter Weidert | Masters 50+ |
| 2026 | Sabaudia, Italien | Manuel Lauble | Masters 40+ |
Neun Goldmedaillen aus drei Weltmeisterschaften, verteilt auf drei Sportler und zwei Altersklassen. Dass die deutschen Erfolge im Stand-up-Paddling vor allem aus den Masters-Klassen kommen, ist kein Zufall: Dort treffen Technik und Rennerfahrung auf ein Feld, das international ebenso stark besetzt ist wie die offene Klasse, nur eben eine Generation älter.
Was Stand-up-Paddling als Sport ausmacht, vom Board bis zur Technik, steht in unserem Überblick zum Stand-up-Paddling. Alle Ergebnisse dieser Weltmeisterschaft sammeln wir auf der Seite zur SUP-WM 2026 in Sabaudia.
Häufige Fragen
Wie viele Titel hat Manuel Lauble bei der SUP-WM 2026 gewonnen?
Welche Deutschen haben schon drei Titel bei einer SUP-WM geholt?
Wie lang ist die Langstrecke bei einer SUP-WM?
Wie viele deutsche Medaillen gab es in Sabaudia?
☕ Kaffee spendieren und Kanu zum Frühstück unterstützen
Hinter Kanu zum Frühstück steckt kein Medienkonzern, sondern echtes Herzblut für den Kanu- und Wassersport. Wenn du magst, dass wir solche Berichte weiter schreiben, freuen wir uns über einen Kaffee.
☕ Jetzt Kanu zum Frühstück einen Kaffee spendieren ➞- Manuel Lauble gewinnt auch die Langstrecke und ist dreifacher Weltmeister - 24. Oktober 2026
- Kanu-Marathon-WM 2026: Fünf Medaillen für das deutsche Para-Team - 23. Oktober 2026
- Drachenboot-Nationalmannschaft: 5.000 Euro, aber erst vier Stimmen - 23. Oktober 2026
