SUP-WM 2026 in Sabaudia: so viele Starter wie nie
Vom 14. bis 18. Oktober wird im italienischen Sabaudia die Weltmeisterschaft im Stand-up-Paddling ausgetragen, und sie bringt einen Rekord mit: 934 Athletinnen und Athleten aus 59 Nationen sind gemeldet, so viele wie bei keiner SUP-WM zuvor. Gefahren wird in drei Disziplinen an fünf Tagen.
Die WM auf einen Blick
- Wann: 14. bis 18. Oktober 2026.
- Wo: Sabaudia an der tyrrhenischen Küste, südlich von Rom.
- Teilnehmerrekord: 934 Starter aus 59 Nationen.
- Disziplinen: Sprint, Technical Race und Long Distance.
- Titelverteidiger aus Abu Dhabi 2025 sind wieder dabei.
Was der Rekord über den Sport sagt
934 Meldungen sind eine Hausnummer. Zum Vergleich lohnt der Blick auf die Geschichte dieser Weltmeisterschaft: Sie begann 2019 im chinesischen Qingdao und wanderte seitdem über Ungarn, Polen, Thailand und die USA bis in die Vereinigten Arabischen Emirate. In dieser Zeit ist aus einer Randdisziplin ein Wettkampfsport mit eigenem Unterbau geworden.
„Dieser Rekordantrag ist ein wichtiger Wendepunkt und zeigt die wachsende globale Beliebtheit“, sagt Thomas Konietzko, Präsident von Paddle Worldwide und seit dieser Woche auch Vizepräsident der World Games. Noemi Horvath, Vorsitzende des SUP-Komitees, ergänzt: „Die hohen Teilnehmerzahlen spiegeln das anhaltende Wachstum wider und versprechen großartiges Racing.“
Für den Breitensport ist das mehr als eine Zahl. Je größer das Starterfeld, desto eher bekommt eine Disziplin eigene Altersklassen, eigene Qualifikationswege und am Ende auch eigene Boote. Was SUP im Wettkampf inzwischen ausmacht, steht auf unserer Seite zum Stand-up-Paddling.
Drei Disziplinen, drei Anforderungen
| Disziplin | Worum es geht |
|---|---|
| Sprint | Wenige hundert Meter auf gerader Bahn. Entscheidend sind Start, Schlagfrequenz und Nerven, die Rennen dauern oft keine zwei Minuten. |
| Technical Race | Kurs mit Bojenwenden, meist nah am Strand, mit Start und Ziel an Land. Hier entscheidet die Wende, nicht die Geschwindigkeit. |
| Long Distance | Die Langstrecke über mehrere Kilometer. Ausdauer, Linienwahl und das Lesen von Wind und Welle. |
Wer alle drei beherrscht, gewinnt mehr als einen Titel. Genau das gelang bei der vergangenen WM Mariecarmen Rivera aus Puerto Rico, die mit drei Goldmedaillen nach Hause fuhr. Sie ist in Sabaudia wieder am Start.
Wer die Titel verteidigt
Aus Abu Dhabi bringen mehrere Weltmeister ihre Titel mit nach Italien. Neben Rivera sind das Aaron Sanchez Quetglas und Sergio Cantoral aus Spanien sowie Shuri Araki aus Japan. Araki stand schon bei der WM 2024 ganz oben, das Feld an der Spitze ist also über Jahre stabil, während es dahinter breiter wird.
Wie unterschiedlich die Bedingungen von Jahr zu Jahr ausfallen, zeigt der Rückblick auf die WM 2023 in Thailand, bei der die Rennen bei nahezu perfektem Wasser liefen. Am Mittelmeer im Oktober ist das keineswegs gesetzt.
Sabaudia kennen deutsche Paddler längst
Der Austragungsort ist in der Kanuszene kein unbeschriebenes Blatt. Sabaudia liegt zwischen Meer und einem Binnensee, hat verlässliche Bedingungen im Winter und ist deshalb seit Jahren ein beliebtes Ziel für Trainingslager. Auch unser Autor Paul Mittelstedt hat von dort berichtet, damals über Steile Brandung in Sabaudia.
Für eine WM ist genau diese Doppellage interessant: Der See erlaubt verlässliche Sprintbahnen, das offene Meer sorgt für anspruchsvolle Langstrecken. Welche Strecke bei welchem Wetter gefahren wird, entscheidet sich traditionell kurzfristig.
Wie du die WM verfolgst
Die fünf Wettkampftage stehen bei uns im Termin im Kalender. Zu deutschen Starterinnen und Startern liegen bisher keine Angaben vor, die Meldelisten werden erst kurz vor dem Wettkampf vollständig veröffentlicht. Sobald sie da sind, tragen wir sie nach und berichten über die Ergebnisse.
Weitere Termine der Saison sammelt der Terminkalender, Ratgeber rund ums Board stehen im Paddel-Ratgeber.
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