SUP-WM 2026 in Sabaudia: Termine, deutsches Team und alle Ergebnisse
Vom 14. bis 18. Oktober wird im italienischen Sabaudia die Weltmeisterschaft im Stand-up-Paddling ausgetragen. Diese Seite sammelt alles dazu: Zeitplan, Austragungsort, das deutsche Aufgebot und die Ergebnisse, sobald sie feststehen. Die Sprinttitel sind vergeben, einer davon ging an Manuel Lauble.
Gemeldet sind 934 Athletinnen und Athleten aus 59 Nationen, so viele wie bei keiner SUP-WM zuvor. Aus Deutschland sind 52 Starterinnen und Starter dabei.
Die WM auf einen Blick
- Wann: 14. bis 18. Oktober 2026.
- Wo: Sabaudia an der tyrrhenischen Küste, südlich von Rom.
- Teilnehmerrekord: 934 Starter aus 59 Nationen.
- Disziplinen: Sprint, Technical Race und Long Distance.
- Deutsches Team: 52 Starterinnen und Starter.
- Deutsche Medaillen: fünf nach zwei Finaltagen, zweimal Gold für Manuel Lauble.
- Livestream: YouTube-Kanal Planet Canoe.
Die Ergebnisse: Sprint
Am Freitag wurden die acht Sprinttitel über 100 Meter vergeben. Für Deutschland gewann Manuel Lauble Gold bei den Masters 40+ und Marlon Daskiran Silber bei den Junioren. Wie knapp die Entscheidung fiel und wie die übrigen zwölf deutschen Finalplätze aussahen, steht im ausführlichen Bericht zum deutschen Sprinterfolg.
| Klasse | Weltmeister | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| Open Herren | Vadim Korobov | Litauen | 23,319 s |
| Open Damen | Cecilia Pampinella | Italien | 28,699 s |
| Junioren | Matei Barbu | Rumänien | 23,748 s |
| Juniorinnen | Pavlina Kankova | Tschechien | 30,148 s |
| Masters 40+ Herren | Manuel Lauble | Deutschland | 25,806 s |
| Masters 40+ Damen | Petronella van Malsen | Niederlande | 34,440 s |
| Masters 50+ Herren | Chris Stringer | Kanada | 27,121 s |
| Masters 50+ Damen | Ginnie Betts | Großbritannien | 35,494 s |
Bei den Open-Klassen gab es eine Überraschung und eine Bestätigung. Bei den Herren setzte sich Vadim Korobov aus Litauen deutlich durch, während der Ranglistenerste Manuel Hoyuela nur Bronze holte. Bei den Damen gewann Cecilia Pampinella vor heimischem Publikum, vor der Langstrecken-Weltmeisterin Mariecarmen Rivera.
Technical Race
Am Samstag folgte das Technical Race. Manuel Lauble gewann auch hier die Masters 40+ und ist damit Doppelweltmeister, Peter Weidert holte Silber bei den Masters 50+, Marlon Daskiran sein zweites Silber bei den Junioren. Alle Platzierungen stehen im Bericht zum Technical Race.
Die Langstrecke am Sonntag steht noch aus.
Was der Rekord über den Sport sagt
934 Meldungen sind eine Hausnummer. Zum Vergleich lohnt der Blick auf die Geschichte dieser Weltmeisterschaft: Sie begann 2019 im chinesischen Qingdao und wanderte seitdem über Ungarn, Polen, Thailand und die USA bis in die Vereinigten Arabischen Emirate. In dieser Zeit ist aus einer Randdisziplin ein Wettkampfsport mit eigenem Unterbau geworden.
„Dieser Rekordantrag ist ein wichtiger Wendepunkt und zeigt die wachsende globale Beliebtheit“, sagt Thomas Konietzko, Präsident von Paddle Worldwide und seit dieser Woche auch Vizepräsident der World Games. Noemi Horvath, Vorsitzende des SUP-Komitees, ergänzt: „Die hohen Teilnehmerzahlen spiegeln das anhaltende Wachstum wider und versprechen großartiges Racing.“
Für den Breitensport ist das mehr als eine Zahl. Je größer das Starterfeld, desto eher bekommt eine Disziplin eigene Altersklassen, eigene Qualifikationswege und am Ende auch eigene Boote. Was SUP im Wettkampf inzwischen ausmacht, steht auf unserer Seite zum Stand-up-Paddling.
Drei Disziplinen, drei Anforderungen
| Disziplin | Worum es geht |
|---|---|
| Sprint | Wenige hundert Meter auf gerader Bahn. Entscheidend sind Start, Schlagfrequenz und Nerven, die Rennen dauern oft keine zwei Minuten. |
| Technical Race | Kurs mit Bojenwenden, meist nah am Strand, mit Start und Ziel an Land. Hier entscheidet die Wende, nicht die Geschwindigkeit. |
| Long Distance | Die Langstrecke über mehrere Kilometer. Ausdauer, Linienwahl und das Lesen von Wind und Welle. |
Dazu kommen in Sabaudia Wertungen, die über diese drei Kerndisziplinen hinausgehen: Rennen auf Foil-Boards, eigene Wettkämpfe auf aufblasbaren Boards, Nachwuchsrennen für Kinder und ein Fun Race. Das Programm ist damit breiter als bei den WM der Jahre zuvor.
Wer alle drei Kerndisziplinen beherrscht, gewinnt mehr als einen Titel. Genau das gelang bei der vergangenen WM Mariecarmen Rivera aus Puerto Rico, die mit drei Goldmedaillen nach Hause fuhr. Sie ist in Sabaudia wieder am Start.
Wer die Titel verteidigt
Aus Abu Dhabi bringen mehrere Weltmeister ihre Titel mit nach Italien. Neben Rivera sind das Aaron Sanchez Quetglas und Sergio Cantoral aus Spanien sowie Shuri Araki aus Japan. Araki stand schon bei der WM 2024 ganz oben, das Feld an der Spitze ist also über Jahre stabil, während es dahinter breiter wird.
Die Ranglistenserie der Saison hatte auf zwei Namen gedeutet, die noch keinen WM-Titel hatten. Bei den Damen führte Cecilia Pampinella aus Italien, 21 Jahre alt, in allen Kategorien; im Sprint hat sie den Titel nun geholt. Bei den Herren stand Manuel Hoyuela aus Spanien, 23, ebenfalls in allen drei Kategorien oben, im Sprintfinale reichte es für ihn aber nur zu Bronze.
Die spannendste Vorgeschichte hat die Langstrecke, die noch aussteht. Esperanza Barreras aus Spanien, vierfache Weltmeisterin und mit 42 Jahren die Erfahrenste im Feld, hatte den Titel dreimal hintereinander geholt. Im Vorjahr fehlte sie, und Rivera übernahm. Am Sonntag treffen beide wieder aufeinander.
Wie unterschiedlich die Bedingungen von Jahr zu Jahr ausfallen, zeigt der Rückblick auf die WM 2023 in Thailand, bei der die Rennen bei nahezu perfektem Wasser liefen. Am Mittelmeer im Oktober ist das keineswegs gesetzt.
Sabaudia kennen deutsche Paddler längst
Der Austragungsort ist in der Kanuszene kein unbeschriebenes Blatt. Sabaudia liegt zwischen Meer und einem Binnensee, hat verlässliche Bedingungen im Winter und ist deshalb seit Jahren ein beliebtes Ziel für Trainingslager. Auch unser Autor Paul Mittelstedt hat von dort berichtet, damals über Steile Brandung in Sabaudia.
Gefahren wird auf dem Lago di Paola, einer Küstenlagune, die über einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden ist und im Nationalpark Circeo liegt, rund 90 Kilometer südlich von Rom. Für eine WM ist genau diese Doppellage interessant: Die Lagune erlaubt verlässliche Sprintbahnen, das offene Meer sorgt für anspruchsvolle Langstrecken. Welche Strecke bei welchem Wetter gefahren wird, entscheidet sich traditionell kurzfristig.
Für Italien ist es die erste SUP-Weltmeisterschaft im eigenen Land, und der Gastgeber nutzt das: 130 der 934 Startplätze gehen an italienische Athletinnen und Athleten. Kein anderes Land stellt ein größeres Team.
Das deutsche Aufgebot
Nach der offiziellen Meldeliste gehen 52 Starterinnen und Starter für Deutschland an den Start, 18 Frauen und 34 Männer. Es ist damit eine der größeren Mannschaften im Feld.
| Klasse | Namen |
|---|---|
| Open Damen | Charlotte Cosack, Sarah Arnold, Skadi Langbein |
| Juniorinnen | Friederike Ohnesorge, Laila Daskiran, Vivien Franke |
| Masters 40+ Damen | Julia Georgi, Kirsten Lefeldt, Sandra Hinkel |
| Masters 50+ Damen | Christina Funke, Efe Eribo, Katharina Rusbuldt, Sonja Straub, Susanne Eder-Meyer |
| Open Herren | Anton Birkicht, Lasse Sauerteig, Normen Weber, Stefan Kiraj |
| Junioren | Alexander Reich, Andri Hack, Ben Knorr, Benyam Bossack, Lukas Steinwagner, Marlon Daskiran, Oscar Schönwald, Pascal Scherbaum |
| Masters 40+ Herren | Daniel Klingberg, Manuel Lauble, Martin Teichmann, Thomas Hanke-Hanel, Viktor Kraus |
| Masters 50+ Herren | Alexander Gabler, Arnd Dunzinger, Carsten Hanke, Christoph Straub, Enrico Volzke, Gerd Weisner, Hauke Hartmann, Jörg Bossack, Michael Jarosch, Michele Capizzi, Peter Weidert, Thomas Hinkel, Thomas Ullstein |
| Nachwuchs U12 | Dylan Bossack, Neo Knorr |
| Weitere Meldungen | Frank Holthaus, Ina Jarosch, Marion Holthaus, Ole Schwarz, Sarah Weidert, Verena Bartelsheim |
Die Verteilung ist aufschlussreich. Das Gewicht liegt eindeutig bei den Altersklassen: Allein 13 Männer starten bei den Masters 50+, dazu kommen fünf bei den 40+. In den offenen Klassen, in denen die international am höchsten gehandelten Titel vergeben werden, sind es dagegen nur sieben. Der deutsche SUP-Sport ist in der Breite und bei den erfahrenen Jahrgängen stark, an der absoluten Spitze dünner besetzt. Die ersten Finals haben genau das bestätigt: Beide Medaillen kamen aus einer Masters-Klasse und aus dem Nachwuchs.
Wie du die WM verfolgst
Die fünf Wettkampftage stehen bei uns im Termin im Kalender. Die Ergebnisse der Sprintfinals stehen oben, über Technical Race und Langstrecke berichten wir, sobald sie gefahren sind.
Übertragen werden die Rennen auf dem YouTube-Kanal Planet Canoe. Ein Teil der Sessions läuft frei, für den vollen Zugriff auf die Großereignisse von Paddle Worldwide ist eine Mitgliedschaft nötig, die derzeit 9,99 Euro im Monat kostet. Italien liegt in derselben Zeitzone wie Deutschland, die Zeiten gelten also direkt.
| Tag | Sessions | Was ansteht |
|---|---|---|
| Mi, 14. Oktober (gelaufen) | 10:50 bis 13:30 16:30 bis 18:30 |
Vorläufe im Sprint, Halbfinals der Foil-Rennen |
| Do, 15. Oktober (gelaufen) | 10:10 bis 12:00 13:15 bis 14:50 16:35 bis 18:10 |
Vorläufe im Technical Race |
| Fr, 16. Oktober (gelaufen) | 9:35 bis 13:05 14:55 bis 16:45 |
Halbfinals und Finals im Sprint mit den ersten Medaillen, Sprint der Kinder, Finals der Foil-Rennen |
| Sa, 17. Oktober (gelaufen) | 10:20 bis 11:55 13:35 bis 18:10 |
Halbfinals und Finals im Technical Race, Fun Race |
| So, 18. Oktober | 8:55 bis 11:55 13:25 bis 13:50 |
Finals über die Langstrecke, Langstrecke der Kinder, Rennen auf aufblasbaren Boards |
Der Zeitplan ist vorläufig. Bei Wind und Welle wird am Mittelmeer kurzfristig umgestellt, gerade auf der Langstrecke.
Weitere Termine der Saison sammelt der Terminkalender, Ratgeber rund ums Board stehen im Paddel-Ratgeber.
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