#6 Mittelstedt zum Frühstück – Mein Rennen bei der Surfski-WM

Hallo zusammen und damit wieder aus Deutschland!

Einige von euch haben bestimmt die zahlreichen Posts aus der Surfskiszene bei Facebook verfolgt. Über Bilder des Rennens und offizielle Ergebnislisten bis hin zu den Siegerehrungen. Ich möchte Euch noch einmal zusammenfassend meine persönlichen Eindrücke der Surfski-WM wiedergeben:

Gordan-Harbrecht_Paul-Mittelstedt_Surfski-WM-Hongkong_Kanu-zum-Frühstück

Als die Meisterschaften nach einer kurzweiligen und mit traditionellen Ausschnitten geschmückten Eröffnungsfeier begannen, lies der Wind von Freitag auf Samstag nach, so das die Frauen ihren Wettkampf bei nahezu Flachwasserbedingungen fahren mussten. Ein Ärgernis für alle, die für ein Downwindrennen angereist sind. Rückblickend hätte ich mir für unseren Wettkampf diese Bedingungen gewünscht, denn die Umstände unter denen wir paddelten liesen für mich ab einem bestimmten Punkt keine Ausbelastung im Sinne eines Wettkampfes zu.

Mein Rennen bei der Surfski-WM in Hongkong

Nach einer Strecke von ca. 6 km, die gegen Wind und Welle durch eine kleine Inselgruppe gefahren werden musste, offenbarte sich der Pazifik ganz. Mit einer gehörigen Welle und entsprechendem Schiffsverkehr, zeigte der Abschnitt des Meeres seine Besonderheiten, mit denen wir kämpfen mussten. Durch die schroffen Inseln und die steile Küstenwand, wurden die Wellen ununterbrochen unregelmäßig und durcheinander zurückgeworfen, so das Streckenweise ein unbeschreibliches „Schwabbelwasser“ entstand. Die großen Schiffe, welche unsere Fahrtrichtung kreuzten taten ihr Übriges.
Ich war allein durch die Größe der Wellen überwältigt und durch die zahlreichen Schiffe und deren Größe ebenfalls. Ich hatte viel zu viel damit zu kämpfen nicht ständig ins Wasser zu fallen und ins Boot zurückklettern zu müssen, als das ich mich richtig ausbelasten konnte.

Paul-Mittelstedt_nach-dem-Rennen_Surfski-WM_Kanu-zum-Frühstück

Ungefähr 4km vor dem Ziel ging es wieder Richtung Strand. Für mich eine Erlösung, wenn nicht noch ein letztes Schiff gewesen wäre, bei dem ich mich aber entschied es vor mir passieren zu lassen, aus Angst in den Wellen vor diesem zu kentern.
Danach lief es für mich wieder besser und ich konnte glücklicherweise noch zwei Paddler überholen, die im Downwind an mir vorbeigefahren sind.

Im Ziel war ich sehr erleichtert den Wettkampf hinter mich gebracht zu haben ohne mein Boot zu verlassen.
Aus sportlicher Sicht bin ich mit meiner Platzierung nicht zufrieden, kann mir aber keine Vorwürfe machen, da ich zu jederzeit und immer wieder erneut versucht habe alles zu geben.

Es war eine Erfahrung für‘s Leben, die ich auf alle Fälle in die nächsten Wettkämpfe im nächsten Jahr mitnehmen kann. Denn jetzt kommt erst einmal das harte Wintertraining, in dem ich mich auf die Qualifikationen im Kanu-Rennsport vorbereite.

Ich danke Euch allen für Euer Interesse, Eurer Anteilnahme und Unterstützung auf meinem Weg!!!
Euer Paul!

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