Kanu-Rennsport WM 2019: Unsere vier Highlights

Die Kanu-Rennsport WM 2019 ist zu Ende und der Deutsche Kanu-Verband fährt mit 11 Medaillen (6 x Gold, 4 x Silber und 1 x Bronze) nach Hause. Nicht ganz so rund lief es in den Olympischen Disziplinen im Herren C2 1.000 m, Herren C1 1.000 m, Damen K4 500 m und im Damen K2 500 m. Anders als in den Vorjahren waren hier keinen deutschen Athleten auf dem Podium vertreten. Im K2 500 m der Damen wurde gar die Quali für Olympia nicht geschafft (keine Angst: Es gibt noch Gelegenheit dazu!). Natürlich hatte die WM auch ihre Höhepunkte. Hier kommen unsere vier Highlights.

Max Hoff und Jacob Schopf holen sich den WM-Titel

Im K2 über 1.000 m souverän zum WM-Titel: Max Hoff und Jacob Schopf (Foto: Ute Freise)

In unserem Vorbericht zur Kanu-Rennsport WM 2019 haben wir den Herren K2 1.000 m bereits als ein Highlight der Weltmeisterschaft vorhergesehen und so ist es auch eingetroffen. Wer das Rennen noch nicht gesehen hat, sollte das spätestens jetzt tun (zum K2 1.000 m Finale). Max Hoff von der Kanusport- Gemeinschaft Essen und Jacob Schopf vom Köpenicker Kanusport Club ließen im Finale keinen Zweifel daran, dass sie den WM-Titel auch in diesem Jahr nach Deutschland holen wollen. Von Anfang an übernahmen sie die Kontrolle und fuhren ca. eine halbe Bootslänge vor der Konkurrenz. Als Zuschauer hatte man das Gefühl, dass die beiden jederzeit in der Lage sind, einen Angriff der Spanier und Franzosen jederzeit zu kontern. Mit 1,25 Sekunden Vorsprung kamen Max Hoff und Jacob Schopf letztendlich in Ziel. „Keine Ahnung, wie wir das gemacht haben, ich bin sprachlos. Jacob hat mich beim Start gut ‘rausgeschoben. Unsere Stärke ist ja ein hohes Streckentempo und dann im Endspurt noch mal richtig drauflegen. So haben wir es auch gemacht, da hatten auch die am Ende noch mal etwas aufkommenden Spanier keine Chance mehr.“ so Max Hoff nach dem Sieg im K2 1.000 m.

Hattrick für den Deutschen K4

Einen weiteren WM-Titel für das deutsche Team holte das Flagschiff des Deutschen Kanu-Verbands, der Kajak-Vierer der Herren über 500 m. Für Max Rendschmidt von der Kanusport- Gemeinschaft Essen, Ronald Rauhe vom Kanu Club Potsdam, Tom Liebscher vom Kanu Club Dresden und Max Lemke ebenfalls vom Kanu Club Potsdam kam es zum prophezeiten Zweikampf gegen das spanische Quartett. Durch einen starken Start konnten sich der deutsche K4 direkt einen kleinen Vorteil erarbeiten. Auf der Strecke begann jedoch der Vorsprung langsam zu schmelzen, denn die Spanier fuhren immer weiter auf und übernahmen kurzzeitig sogar die Führung. Rechtzeitig zündeten Rauhe und co. den Endspurt-Turbo und paddelten den Spaniern davon. Mit einer halben Sekunde Vorsprung siegten sie und holten den dritten WM-Titel in Folge. Hattrick!

Edina Müller is back

WM-Silber für Edina Müller (Foto: Ute Freise)

Nur sieben Monate nach ihrer Babypause ist Edina Müller vom Hamburger Kanu Club zurück in der Weltspitze. Wir sind schwer beeindruckt! Nach einem guten Start konnte sich die Hamburgerin direkt mit Maryna Mazhula aus der Ukraine vor das Feld setzen. Die Ukrainerin ist die Weltmeisterin 2018 in der Kl 1 Klasse. Damit war klar, das es für Edina zu einer Medaille reichen wird. Die Frage war nur welche. Mit schnellen kräftigen Schlägen schob sich die Hamburgerin über die 200 m Strecke nur leider ließ die Ukrainerin nichts mehr anbrennen. Gold für Maryna Mazhula und WM-Silber für Edina Müller. Ein unglaubliches Comeback! „Edina ist ein ganz starkes Rennen gefahren. Sie hat von Anfang an die Ukrainerin Mazhula, immerhin Weltmeisterin 2018, unter Druck gesetzt. So nach der Pause wieder zurückzukommen, zeigt, wieviel Potential noch drin steckt im Hinblick auf die Paralympics 2020 in Tokio.“ so Bundestrainer André Brendel

Starker 4. Platz für Lisa Jahn und Ophelia Preller im C2 500 m

Lisa Jahn und Annika Loske mit einem starken 4. Platz. (Foto: Martina Tirolf)

Am Anfang der Saison hätte wohl niemand auf diesen 4. WM-Platz gewettet. Dafür ist die Freude bei uns, Lisa Jahn vom Köpenicker Sport Club und Ophelia Preller vom Kanu Club Potsdam umso größer. Die beiden sind über sich hinaus gewachsen, haben ein starkes Rennen abgeliefert und paddelten durch einen noch besseren Endspurt bis auf Platz 4 vor. Damit haben sie den vom Deutschen Kanu-Verband so ersehnten Olympiastartplatz bei den Canadier Damen geholt. Schön!

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