Verlängerte „Road to Tokyo“ für die deutsche Kanu-Rennsport Nationalmannschaft

In der olympischen Sportgeschichte kommt es pandemiebedingt erstmalig dazu, das die Spiele nicht turnusgemäß 2020 vier Jahre nach 2016 stattfinden, sondern 2021 ganze fünf Jahre nach Rio. In einer Pressemitteilung vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) beschreibt Dr. Jens Kahl in seiner Funktion als Sportdirektor den verlängerten Weg der Kanu-Rennsportler nach Tokio, die „Road to Tokyo“, und dieser hat es in sich.

Das ist die „Road to Tokyo“ für Rauhe, Hoff, Brendel und Co.

  • 1. und 2. nationale Sichtung: Die erste Feuertaufe steht bereits am kommenden Wochenende, vom 02. bis 04. April an. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Einer-Rangliste. Im Rahmen der zweiten Sichtung vom 16. bis 18. April werden zu den Einer Rennen, der Zweier-Kajak der Damen über 500 m sowie der Zweier-Canadier der Herren über 1.000 m ausgefahren. Die Kajak-Damen müssen noch zwei Quotenplätze für die Olympischen Spiele holen!!! Die beiden Sichtungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wer hier performt, wird Ende April für den Weltcup in Szeged nominiert und fährt ins Trainingslager nach Kienbaum. Hier wird hauptsächlich im Mannschaftsboot trainiert.
Max Hoff und Jacob Schopf im Kajak Zweier auf Ihrer Road to Tokyo.
2 Generationen ein Ziel: Max Hoff und Jacob Schopf wollen Olympia-Gold in Tokio.
  • Weltcup in Szeged: Vom 12. bis 16 Mai werden in Szeged zu erst European Olympic Qualifier die Quotenplätze für Olympia ausgefahren, bevor am 14. Mai der eigentliche Weltcup startet. Ziel ist es hier die bereits erwähnten Quotenplätze zu erpaddeln sowie das schnellste deutsche Boot beim Weltcup zu ermitteln.
  • Weltcup in Barnaul (Russland) und „Last chance for Olympia“: Wenn es in Szeged nicht ganz rund läuft, haben unsere Athleten in Barnaul eine Woche nach Szeged, die letzte Chance auf Olympia bei den Global Olympic Qualifier. Danach geht es ab dem 23. Mai ins Trainingslager nach Duisburg. Hier wird sich auf die EM und die Finals Berlin | Rhein-Ruhr vorbereitet.
  • Kanu-Rennsport EM und Die Finals Berlin | Rhein-Ruhr: Vom 03. bis 06. Juni findet auf der Regattabahn Duisburg die Kanu-Rennsport EM und die Finals statt. Also zwei in einem und damit fast so gut, wie ein Kinder Überraschungsei.
  • Olympia 2021 in Tokio: Nach unzähligen weiteren harten Kilometern in den Trainingslagern in Kienbaum (13. bis 25. Juni) und Duisburg (7. bis 25. Juli) geht es für die Besten unter den Besten am 26. Juli nach Naka um sich in Japan zu akklimatisieren, bevor die Mannschaft ins Olympische Dorf zieht. Vom 02. bis 07. August kämpfen die Auserwählten dann um Olympisches Edelmetall. Die „Road to Tokyo“ ist zu Ende.

„Zum heutigen Zeitpunkt gibt es wahrscheinlich beim IOC auch Worst-Case-Szenarien, die den Ausfall der Spiele beinhalten. Auch ist es fraglich wie wir in den nächsten Wochen und Monaten trainieren oder Wettkämpfe ausrichten können. Unsere Ausrichter planen mit mehreren Varianten. Und unsere Sportlerinnen und Sportler müssen das ganze Drumherum und ein möglichen Ausfall der Spiele ausblenden. Wir haben aber große Hoffnungen, dass der Weg bis Tokio nicht zu steinig sein wird. Unsere Sportlerinnen und Sportler  und alle Beteiligten haben es einfach verdient.“ sagt Dr. Jens Kahl, Sportdirektor beim DKV.

Hannes Wagner

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